Baulich tut sich einiges in Grabs

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Die Ausführungen von Gemeindepräsident Niklaus Lippuner zeigten, dass in Grabs aktuell eine ­ansprechende bauliche Entwicklung zu verzeichnen ist. So werden seit Anfang 2017 und bis im Frühling 2018 insgesamt 22 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zahlreiche Mehrfamilienhäuser neu erstellt, die insgesamt 130 Wohnungen bieten. Demnächst werde auch die Überbauung ­Ochsen bezugsbereit sein, die gut ins Dorfzentrum passe.

Aktuell sei allerdings wenig Bauland auf dem Markt, sagte Lippuner. «Wir wollen eine gesunde Entwicklung fördern», ­betonte er. Deshalb werde der Gemeinderat aktiv Eigentümer von Bauparzellen kontaktieren. Da ein gewisses Bauvolumen aber vorhanden sei, sei eine gesetzlich mögliche Enteignung derzeit kein Thema, «wenn keine Not da ist».

Schon bald Baueingabe für Volg-Areal

Zudem verwies Niklaus Lippuner auf die grossen Fortschritte bei der baulichen Planung für das Volg-Areal. Mit der Zentrum Grabs Genossenschaft stehe er in regem Austausch. In nächster Zeit sei die Baueingabe zu er­warten. Momentan sei das Bauvorhaben zur Vorabklärung beim Kanton. Ziel sei es, dass das Gebäude im Jahr 2020 bezugsbereit sei. Wesentlich seien dabei die beiden Ankermieter Coop und St. Galler Kantonalbank, sagte der Gemeindepräsident.

Am oberen Wässertenweg verfügt die Gemeinde Grabs über rund 8000 Quadratmeter Bauland in der Gewerbe-/Industriezone. Der Gemeinderat beab­sichtigt, diese Fläche bald für ­interessierte Unternehmen frei­zugeben. Das bringe der Gemeinde weitere Arbeitsplätze.

Auf zusätzliche Arbeitsplätze hoffe der Gemeinderat auch, falls die Verwaltung der Spitalregion vom heutigen Standort in Rebstein zum Spital Grabs wechsle, was derzeit geprüft werde. Auch deshalb hofft Niklaus Lippuner, dass in den nächsten Jahren ­weitere Besitzer von Bauland ihre Liegenschaften in Grabs auf den Markt bringen werden. «Das ­Angebot neuer Arbeits­plätze soll Hand in Hand gehen mit der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum», stellte er fest.

Revision von Zonenplan und Baureglement

Das neue Planungs- und Bau­gesetz des Kantons St. Gallen ist seit 1. Oktober 2017 in Kraft. Der Gemeinderat möchte den Zonenplan und das Baureglement nun rasch auf dieser neuen Grund­lage überarbeiten. Als zeitliche Zielgrösse dafür gab Gemeindepräsident Niklaus Lippuner zwei bis drei Jahre vor. Sollte es aber verschiedene Einsprachen geben, würde sich die Inkraftsetzung auf fünf bis zehn Jahre verzögern, sagte er. Bis die Revision in Kraft treten kann, bleiben der heutige Zonenplan und das heutige Baureglement in Kraft. (ts)