Bauarbeiten dauern noch an

Der Bau des neuen Unterwerks schreitet voran. Die 220-kV-Schaltanlage kann im Sommer 2017 in Betrieb gehen. Die Freileitung soll bis Herbst 2017 demontiert werden.

Merken
Drucken
Teilen
Das neue 220-kV-Unterwerk von Swissgrid bei Rüthi wird nach einer Bauzeit von rund drei Jahren im Sommer 2017 in Betrieb genommen. (Bild: PD)

Das neue 220-kV-Unterwerk von Swissgrid bei Rüthi wird nach einer Bauzeit von rund drei Jahren im Sommer 2017 in Betrieb genommen. (Bild: PD)

Swissgrid und SBB bauen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in der Ostschweiz je ein neues Unterwerk. Das Swissgrid-Unterwerk dient der besseren Anbindung des Schweizer Übertragungsnetzes in Richtung Österreich. Zudem ist die heutige Struktur des Übertragungsnetzes von Swissgrid mit der Leitungsführung zweier Verbindungen über einen einzigen Kreuzungsmasten im Gebiet Rehag nicht optimal. Zur Entflechtung der Netzstruktur werden die Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen künftig via entsprechende Leitungsanschlüsse in das Unterwerk Rüthi eingeführt. Dies erhöht die Versorgungssicherheit in der Region Ostschweiz.

Die Arbeiten an den Süd-, West- und Ost-Anschlüssen sind bereits fortgeschritten. Für die verbleibenden Bauarbeiten wird in geringerem Umfang noch Baustellenverkehr mit Lastwagen anfallen. Bei den neu errichteten Masten nördlich des Unterwerks wird der Korrosionsschutz mit grüner Farbe im Frühjahr 2017 ausgeführt.

Mit den Bauarbeiten am Unterwerk liegt man allerdings um rund sechs Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Dies wegen der angepassten Netzplanung im «Strategischen Netz 2025» (wodurch die Leitung Rüthi-Bonaduz mittelfristig nur mit 220 kV betrieben wird) sowie wegen der Engpasssituation im Winter 2015/16. Die Inbetriebnahme des Unterwerks verschiebt sich damit auf Sommer 2017. Die heutige 220-kV-Freileitung vom Weiler Rehag über das Industriegebiet von Rüthi wird gemäss Zeitplan bis im Herbst 2017 demontiert.

Anschluss Nord: Noch offen, ob als Freileitung oder Kabel

Das Plangenehmigungsverfahren für den Leitungsanschluss Nord vom Unterwerk Montlingen zum Unterwerk Rüthi ist noch nicht abgeschlossen. Gegenwärtig sind das Plangenehmigungsdossier sowie die geforderte Kabelstudie zur Eingabe beim Bundesamt für Energie (BFE) in Vorbereitung.

Im Zuge des Plangenehmigungsverfahrens wird das verfahrensleitende BFE entscheiden, ob der Anschluss an das neue Swissgrid-Unterwerk als Frei- oder Kabelleitung bewilligt wird.

Im Bereich der 220-kV-Freiluftschaltanlage sind die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Noch diesen Monat wird das Swissgrid-Betriebsgebäude mit einer Leuchtschrift ausgestattet. Das neue 220-kV-Unterwerk von Swissgrid wird dann nach einer Bauzeit von rund drei Jahren im Sommer 2017 in Betrieb genommen. (pd)