BAD RAGAZ/GRABS: Jeden Tag die gleiche Frage

Am Kamingespräch des Arbeitgeberverbandes warfen Rudolf Lippuner und Ferdinand Riederer einen Blick in die Vergangenheit und in ihr Pensionsleben.

Armando Bianco
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Ein heiteres und interessantes Gespräch vor dem Kaminfeuer geführt (von links): Rudolf Lippuner, Ferdinand Riederer und Markus Probst. (Bild: Armando Bianco)

Ein heiteres und interessantes Gespräch vor dem Kaminfeuer geführt (von links): Rudolf Lippuner, Ferdinand Riederer und Markus Probst. (Bild: Armando Bianco)

Armando Bianco

armando.bia

nco@wundo.ch

Das dritte Kamingespräch des Arbeitgeberverbandes Sarganserland-Werdenberg am Donnerstag im Quellenhof Bad Ragaz war ein kurzweiliges, facettenreiches Aufeinandertreffen von zwei Persönlichkeiten, die mit ihrem Einsatz an vorderster Front die Entwicklung der Region massgebend mitprägten.

Behutsam von Verbandspräsident Markus Probst moderiert, warfen Rudolf Lippuner (Grabs) und Ferdinand Riederer (Valens) einen Blick in ihr reichhaltiges Leben und Schaffen. Beide zeigten sich von einer kernigen, aber höchst sympathischen Art. Dass sie als Behördenmitglieder und Politiker sowohl Fingerspitzengefühl als auch Ellenbogen einsetzen mussten, erzählten sie eindrücklich anhand von vielen kleinen Anekdoten, die so manch einer noch nie gehört oder geahnt hatte. Schliesslich waren sie ­jahrelang Gemeindepräsidenten und mit vielen weiteren Aufgaben in der Region betraut.

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Um Vergangenes auch mal ruhen zu lassen, drehte sich das einstündige Gespräch zu einem schönen Teil um die aktuelle Lebenssituation der beiden. Zum Leben von Rudolf Lippuner gehören heute Sachen, die für viele zwar selbstverständlich sind, früher aber nicht in seinen Tagesablauf passten. «Ich geniesse nun jeden Tag den Zmorgen mit meiner Frau. Dabei kann ich auch den ‹Werdenberger & Obertoggenburger› lesen», sagte er mit einem zufriedenen Strahlen in die Runde. Zur Gestaltung seines Tages gehört, «dass ich jeden Tag zehn Kilometer laufe. Also nicht jogge, sondern einfach laufe, mal dahin, mal dorthin.» Dabei «nervt» ihn aber noch ein bisschen, dass er unterwegs Tag für Tag mindestens fünfmal angesprochen werde, wie er es in der Pension denn so habe. Doch auch diese Frage wird irgendwann rundum gegangen sein. Den plötzlichen Zeitgewinn zu nutzen, schätzt auch Ferdinand Riederer, eine Struktur im Tag will aber auch er haben. «Deshalb bin in neulich morgens im Bett grad erschrocken, als die Uhr schon 9.30 Uhr gezeigt hat», meinte er mit schmunzelnder Miene.

Seine Zeit als Gemeindepräsident und die damit verbundenen Ämter betrachtet Rudolf Lippuner als enorme Bereicherung in seinem Leben, er schätzte auch immer besonders die Möglichkeiten, sich für sein Dorf speziell und die Region im Allgemeinen einzusetzen. Gemeinsam habe man in der Region Projekte realisiert, von der jede Gemeinde habe profitieren können, sagte er am Arbeitgeber-Anlass im Kurort weiter. Sich mit Machbarem und Visionen zu beschäftigen, passte auch immer stark zu seinem Charakter.