BAD RAGAZ: «Light Ragaz» ist ein Magnet

Das Multimedia-Spektakel «Light Ragaz» stösst auf riesiges Interesse. Die Lichtershow in der Taminaschlucht ist in den ersten Tagen seit ihrer Eröffnung am 18. Juli mehrfach ausgebucht gewesen.

Reto Vincenz
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Die Arbeit der «Light-Ragaz»-Macher hat sich gelohnt. Das Multimedia-Spektakel erlebt einen Besucheransturm. (Bild: Jean-Christophe Dupasquier)

Die Arbeit der «Light-Ragaz»-Macher hat sich gelohnt. Das Multimedia-Spektakel erlebt einen Besucheransturm. (Bild: Jean-Christophe Dupasquier)

Reto Vincenz

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Die Taminaschlucht sah in den letzten Tagen einen Grossandrang. Grund ist «Light Ragaz». Das Multimedia-Spektakel hat gemäss Rosa Ilmer «eingeschlagen wie eine Bombe». Entsprechend gross ist die Freude bei der Präsidentin von Bad Ragaz Tourismus: «Wir werden mit Anfragen überhäuft. Es ist fantastisch. Wir hatten gehofft, dass das Interesse gross ist, mit einem Ansturm in diesem Ausmass hätten wir aber niemals gerechnet.» Bis zu 360 Personen, verteilt auf vier «Durchgänge», sogenannte «Slots», können jeden Abend «Light Ragaz» besuchen.

Gemäss Ilmer ist man bereits an mehreren Tagen an diese Kapazitätsgrenzen gestossen. «Wir mussten immer wieder Personen auf andere Tage vertrösten. Die Leute kommen teilweise sehr kurzfristig in die Heidiland-Infostelle in Bad Ragaz. Dort kann man sich vor Anfragen kaum mehr retten», so die Geschäftsführerin von «Light Ragaz». Grund für den Erfolg ist unter anderem auch ein Bericht in der Hauptausgabe der Tagesschau im Schweizer Fernsehen: «Dass gar die Tagesschau darüber berichtet, hat wohl viele Zweifler überzeugt. Das war fast so etwas wie ein Gütesiegel», so Ilmer.

Viele Fragen sind derzeit noch offen

Trotz des Erfolges: Noch ist es zu früh, um die Nachhaltigkeit von «Light Ragaz» zu beurteilen. Das weiss auch Rosa Ilmer: «Es gibt keinerlei Erfahrungswerte. Insofern können wir nicht abschätzen, wie lange der Boom an­dauert. Im Moment freuen wir uns einfach über den Andrang». «Hausgemacht» sei der Erfolg aber nicht. Zwar sei «Light Ragaz» auch in der Region ein grosses Thema, einen Besuch würden viele Einheimische aber noch aufschieben. Ilmer: «Sie wollen warten, bis der erste Ansturm vorbei ist. Unsere Besucher reisen derzeit aus der ganzen Schweiz an. Das freut uns sehr».

Offen bleibt vorerst, ob «Light Ragaz» gar das Potenzial hat, die Übernachtungszahlen in Bad Ragaz und Umgebung signifikant zu steigern. Dies wird die Zeit zeigen. Den erhofften touristischen Mehrwert sieht Ilmer aber bereits nach den ersten Tagen der «Spielzeit» von «Light Ragaz» bestätigt. Insbesondere die Massnahme, dass die Besucherinnen und Besucher die Tickets bei der Heidiland-Info-Stelle gegen Bändel umtauschen müssen, erziele Wirkung: «Der Dorfkern wird ganz eindeutig belebt. Die Besucher halten sich vor und nach der Abfahrt der Busse im Dorf auf und frequentieren die Gastronomiebetriebe.» Erleichtert zeigte sich Ilmer auch darüber, dass die Infrastruktur des Projektes den Anforderungen gerecht wird. Auch in diesem Punkt habe man keinerlei Referenzpunkte besessen. «Der Standort des Projektes in der Taminaschlucht birgt doch auch logistische Herausforderungen. Nun haben wir die Gewissheit erhalten, dass unser Konzept in der Praxis funktioniert und wir einen reibungslosen Ablauf beim Besuch garantieren können.» Und wie gefällt den Kunden «Light Ragaz? Ilmer: «Fast durchwegs sehr gut. Es sind ganz wenige Besucher, die sich etwas anders vorgestellt haben. Gelobt wird ins-besondere, dass wir die Tamina-schlucht nicht verschandelt haben und dass das Projekt passend zum gewählten Standort umgesetzt worden ist. Das ist mit das schönste Lob, das man uns machen kann.»

Infos und Tickets unter: www.lightragaz.com