BAD RAGAZ: Dreifache Kapazität – und schneller oben

Die Pizolbahnen im Sarganserland haben gestern die neue Sechser-Sesselbahn Schwamm mit Sesseln im Porsche-Design eröffnet.

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Die Pizol-Verantwortlichen und die Ehrengäste starten zur ersten offiziellen Fahrt mit der neuen Bahn. (Bild: PD)

Die Pizol-Verantwortlichen und die Ehrengäste starten zur ersten offiziellen Fahrt mit der neuen Bahn. (Bild: PD)

Die neue Sesselbahn ersetzt einen Schlepplift und erhöht die Kapazität um das Dreifache. Die Passagiere sind neu mit Plexiglashauben vor Wind und Wetter geschützt. Die Sesselbahn kostete mit Beschneiungsanlage elf Mio. Franken. Seit 2007 investierten die Pizolbahnen 56 Mio. Franken in neue Anlagen. «Mit dem Bau der neuen Sechser-Sesselbahn und den dazugehörenden Beschneiungsanlagen ist ein wichtiger Schritt zur Rundum-Erneuerung der Pizolbahnen getan», erklärte der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Bruno Damann zur Eröffnung der Sesselbahn Schwamm. Bund, Kanton und Gemeinden haben den Pizolbahnen mit massgeblichen Beiträgen den Weg in die Zukunft geebnet, heisst es in der Mitteilung.

Die neue Sesselbahn ersetzt einen alten, in die Jahre gekommen Schlepplift von 1967. In komfortablen Sesseln aus dem Porsche-Design-Studio werden pro Stunde bis zu 2000 Passagiere befördert, die unter Plexiglashauben vor Wind und Wetter perfekt geschützt sind.

Sesselbahn hat die dreifache Kapazität

«Im Vergleich zum alten Schlepplift erhöht die neue Sechser-Sesselbahn Schwamm die Kapazität um das Dreifache – und wenn Starkwind den Betrieb der höher verlaufenden Sesselbahn Pardiel-Laufböden behindert, haben wir künftig eine wetterunabhängigere zweite Bahn», betonte Joe Keller, Verwaltungsratspräsident der Pizolbahnen AG. In nur sechs Minuten überwindet die neue Sesselbahn die 523 Höhenmeter von der Talstation Schwamm auf 1330 m ü. M. zur Bergstation auf 1853 m ü. M. Weil die Bergstation 200 Meter höher komplett neu gebaut wurde, sind die Schwamm-Pisten noch besser in das Netz der insgesamt elf Bahnen und 43 Pistenkilometer am Pizol eingebunden.

Die Schwamm-Piste wird in den unteren zwei Dritteln von einer neuen automatischen Beschneiungsanlage mit 23 Lanzen beschneit, welche bis auf 1330 m ü. M. hinab optimale Wintersportbedingungen schafft. Der für die Beschneiungsanlage erstellte Speichersee Suntigweid wird aus dem Überwasser der darüberliegenden Bölliquellen gespiesen.

Die neue Sesselbahn wurde von der Bartholet Maschinenbau AG in Flums (BMF) gebaut. «Wir betreiben aber keinen Heimatschutz, sondern BMF hat im Submissionsverfahren klar das wirtschaftlich günstigste Angebot vorgelegt», erklärte der Verwaltungsratspräsident der Pizolbahnen AG am Rande der Eröffnung.

Mit der Sechser-Sesselbahn Schwamm gelingt BMF erstmals der Eintritt in den unmittelbaren Heimmarkt. (wo/pd)