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AZMOOS: Schlegels letzter Einsatz

Neben fünf Athleten steht auch ein Funktionär aus dem W&O-Gebiet in Südkorea im Einsatz. Für den Wartauer Sportarzt Christian Schlegel ist es die vierte «Olympiateilnahme».
Andreas Hörner
Der Wartauer Arzt ist derzeit in Südkorea im Einsatz. (Bild: PD)

Der Wartauer Arzt ist derzeit in Südkorea im Einsatz. (Bild: PD)

als Olympia-«Doc»

Andreas Hörner

redaktion@wundo.ch

Bereits drei Mal war Christian Schlegel an Olympischen Winterspielen dabei. Erstmals 2006 in Turin als Chief Medical Officer für das Liechtenstein Olympic Committee. Dann in der gleichen Funktion für Swiss Olympic in Vancouver (2010) und Sotschi (2014). «Der enorme Aufwand für die Vorbereitungen während der Zwischenjahre liess sich nicht mehr mit der Arbeit in meiner Praxis vereinbaren», begründete Schlegel danach seinen Rücktritt.

Und trotzdem: Der 56-Jährige erlebt zurzeit in Südkorea seinen vierten Olympia-Einsatz. «‹Nur› als verantwortlicher Teamarzt für das Schweizer Männerteam Ski alpin», präzisiert er und hält fest: «Es ist aber das letzte Mal.»

Gute Vorbereitung zahlt sich aus

Abseits vom grossen Rummel ist Christian Schlegel seit seiner Ankunft in Jeongseon stationiert – am Austragungsort der Speeddisziplinen. Die aktuellen Verschiebungen bringen weder den Arzt noch die Athleten aus der Ruhe. «Wir haben uns mit dem Wetter befasst und sind entsprechend vorbereitet. Die Stimmung ist sehr gut.»

Gar «exzellent» seien die Arbeitsbedingungen für das Medical Team. «Wir haben direkt im Hotel beste Voraussetzungen, etwa mit einem kleinen Labor oder Ultraschallgeräten.» Sehr zufrieden ist Schlegel auch ob der gesundheitlichen Verfassung der Fahrer. «Es gibt nichts, was die Einsatzfähigkeit eines Athleten derzeit beeinträchtigt.» Im Gegensatz zu anderen Nationen habe man im Schweizer Lager auch die Grippe im Griff. «Unsere Vorbereitungen zahlen sich aus.»

Eine Sache plagt Christian Schlegel dennoch: die verpasste Qualifikation von Patrick Küng für die Abfahrt. Als langjähriger SSW-Verbandsarzt kennt der «Doc» den Obstaldner schon lange. «Ich hätte Patrick den Startplatz sehr gegönnt. Aber im Moment läuft es ihm nicht so, wie wir es uns alle wünschen.» Schlegel gibt Küng aber mit Sicherheit nicht auf. «Wichtig für Patrick ist, nun vorwärtszuschauen. Er hat schon mehrfach gezeigt, was er kann.»

Ausser zu den Skifahrern hat Christian Schlegel in Jeongseon kaum Kontakt zu anderen Athleten. Das soll sich am Wochenende mit dem «Umzug» nach Yongpyong ändern. Am Wettkampfort für die technischen Disziplinen werde er vermehrt auch im Olympic Village sein und damit auch Kontakt zu anderen Sportlern haben.»

Einige der in Südkorea im Einsatz stehenden Athleten kennt Schlegel bereits aus seinem beruflichen Umfeld im Grand Resort Bad Ragaz. Gemeinsam mit Christian Hoppe führt er dort die sportmedizinische Abteilung, die 2004 die Auszeichnung zum Swiss Olympic-Medical-Center erhielt. Dieses Label erhalten nur medizinische Institutionen, deren Angebot speziell auf den Sport ausgerichtet ist.

Vancouver – «das Schönste»

Wenn Christian Schlegel am 23. Februar seine lange Heimreise antritt, wird er genügend Zeit für die Einordnung seiner vier «Olympiateilnahmen» haben. Eines weiss er schon jetzt: «Mein schönstes Olympia-Erlebnis war Vancouver – aber auch das anspruchsvollste.»

Südkorea stuft Schlegel aus zwischenmenschlicher Sicht als besonders hoch ein. «Die Menschen hier sind extrem freundlich und hilfsbereit.» Deshalb könne man gar niemandem böse sein, «selbst wenn hier nicht immer alles klappt».

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