Auszeichnung für Engagement

Bereits zum sechsten Mal zeichnete die Donum-Vogt-Stiftung Initiativen aus, die sich für das Kindes- und Jugendwohl einsetzen. Darunter waren auch zwei Werdenberger Preisträger.

Carmina Wälti
Merken
Drucken
Teilen
Ingeborg Hilty und Jürg Mäder vom Brütwerk sowie Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein der Sophie von Liechtenstein Stiftung freuen sich über die wohlverdienten Preise. Bild: Carmina Wälti

Ingeborg Hilty und Jürg Mäder vom Brütwerk sowie Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein der Sophie von Liechtenstein Stiftung freuen sich über die wohlverdienten Preise. Bild: Carmina Wälti

Letzten Dienstag, 13. September, vergab die Donum-Vogt-Stiftung nebst den drei Anerkennungspreisen erstmals den Hauptpreis zu je 50 000 Franken an zwei Institutionen. Ausgezeichnet wurde das private Engagement und der Wille, etwas für die Gemeinschaft zu tun. Unter den Anerkennungspreisträgern sowie den Hauptpreisträgern sind dieses Jahr auch zwei Einrichtungen mit Bezug zum Werdenberg.

Die Donum-Vogt-Stiftung wurde 2011 von der Familie David Vogt gegründet. Der Zweck der Stiftung ist die direkte Förderung Jugendlicher und junger Erwachsener mit aussergewöhnlichen Talenten oder besonderem Engagement bis hin zur Unterstützung von Projekten, die als wirtschaftlich, sozialpolitisch oder gesellschaftlich besonders wertvoll gelten. In den vergangenen fünf Jahren wurden verschiedenste Projekte und Personen aus den Bereichen Jugendförderung, Aus- und Weiterbildung, Kulturerhaltung und Soziales ausgezeichnet.

«Es kann nicht genug betont werden, wie wichtig der Einsatz möglichst vieler Menschen für die Gesellschaft ist», betonte Jacqueline Vogt, Stiftungsratspräsidentin der Donum-Vogt-Stiftung. Wenn Kinder und Jugendliche in einer lebendigen und solidarischen Gesellschaft aufwachsen könnten, so fördere das ihre Entwicklung und ihre seelische Gesundheit. Die Veranstaltung solle uns wieder einmal vor Augen führen, dass unser Leben ohne das Engagement dieser privaten Institutionen kaum mehr vorstellbar ist und um einiges ärmer wäre.

Unterstützung in der Schwangerschaft

Einer der beiden Hauptpreise ging an die Sophie-von-Liechtenstein-Stiftung, welche Träger der Beratungsstellen von «schwanger.li» ist. Nebst ihren Niederlassungen in Feldkirch und Schaan hat «schwanger.li» auch einen Sitz in Buchs. Mit ihrer Beratung werden Frauen und Männer psychosozial in der Schwangerschaft und frühen Elternschaft unterstützt, vor allem jene in kritischen Lebenssituationen. Seit der Gründung im Jahr 2006 nahmen über tausend Frauen die Beratung von «schwanger.li» in Anspruch. Mit ihrer Initiative «love.li» sollen junge Menschen darin gestärkt werden, eine selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Form von Beziehung, Sexualität und Elternschaft zu entwickeln. Der zweite Träger des Hauptpreises in diesem Jahr ist das «Eltern Kind Forum» aus Liechtenstein, welches Hilfe für Familien bei der Kinderbetreuung, Erziehungsfragen und Familienproblemen anbietet.

Buchser Brütwerk mit grossem Einsatz

Unter den Anerkennungspreisträgern ist das «Brütwerk – die Tüftelwerkstatt» in Buchs. Es handelt sich um ein öffentliches Weiterbildungsangebot für Kinder und Jugendliche ab neun Jahren, dessen Fundraising die Scuola Vivante übernimmt. Den Interessierten und Talentierten steht an den schulfreien Mittwoch- und Samstagnachmittagen sowie an einzelnen Ferientagen eine 350 Quadratmeter grosse Werkstatt zur Verfügung, in der sie von Fachpersonen pädagogisch begleitet werden. Im Zentrum steht dabei die Umsetzung der eigenen Ideen und damit die Förderung von Tüftelfähigkeiten, von kreativem Denken und eigenständigem Schaffen.

Weitere Anerkennungspreise gingen an das Hippotherapie-Zentrum der Propstei St. Gerold, wo therapeutisches Reiten angeboten wird, sowie an Adolf Marxer aus Mauren, welcher für seine gesellschaftspolitischen, heimatkundlichen, genealogischen und kulturellen Leistungen geehrt wurde.