Ausgebüxt gefährdet er die einheimischen Arten

Der Seefrosch wurde für die Forschung und für die Herstellung von Froschschenkeln in die Schweiz eingeführt. Es kam oft vor, dass einzelne Individuen oder ganze Lieferungen dieser Art entwichen und lebensfähige Populationen bilden konnten.

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Der Seefrosch wurde für die Forschung und für die Herstellung von Froschschenkeln in die Schweiz eingeführt. Es kam oft vor, dass einzelne Individuen oder ganze Lieferungen dieser Art entwichen und lebensfähige Populationen bilden konnten. Vor allem in der Romandie ist der Seefrosch weit verbreitet und gefährdet dort die einheimischen Arten. In den letzten rund 15 Jahren hat er sich, vermutlich vom Sarganserland her kommend, auch rheintalabwärts auf beiden Seiten des Rheins verbreitet.

Neuere genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass der Seefrosch in der Schweiz nicht nur die Art Pelophylax ridibundus ist, sondern dass der «Seefrosch» eigentlich aus mehreren osteuropäischen Arten aus dem Wasserfrosch-Komplex besteht.

Seefrösche ernähren sich von Insekten, Spinnen, Würmern und auch kannibalisch von kleineren Froschlurchen und Artgenossen sowie ihren Larven. Seefrösche bevorzugen dabei grössere Gewässer im Bereich der Flussauen, beispielsweise Seen, Altwässer, Altarme, Flutrinnen, ruhige Flussabschnitte, Bracks, grössere Weiher und Baggerseen, manchmal auch Kanäle und breite Gräben.

Quellen: Wikipedia/Pro Natura/Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz