Ausbildung und Austausch

Solidarität zum internationalen Jahr der in- und ausländischen bäuerlichen Familienbetriebe, Vernetzung sowie Aus- und Weiterbildung stehen im Zentrum bei den kantonalen Bäuerinnen.

Heidy Beyeler
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Vorstand einstimmig wiedergewählt: Die Vorstandsfrauen sowie eine Mitarbeiterin (Sekretariat/Kasse) betreuen das ihnen zugeteilte Ressort. (Bild: Heidy Beyeler)

Vorstand einstimmig wiedergewählt: Die Vorstandsfrauen sowie eine Mitarbeiterin (Sekretariat/Kasse) betreuen das ihnen zugeteilte Ressort. (Bild: Heidy Beyeler)

FLUMS. Die 156 Delegierten des Kantonalen Bäuerinnenverbandes St. Gallen sowie die Gäste wurden in der von den Bäuerinnen Flums-Grossberg wunderschön dekorierten Mehrzweckhalle Flums von Präsidentin Barbara Dürr herzlich willkommen geheissen.

Module lassen Freiheiten zu

Das modulare Ausbildungssystem stösst auf grossen Zuspruch, wie beispielsweise die berufsbegleitenden Lehrgänge Bäuerin zeigen, die mit dem sogenannten Modulpass abgeschlossen werden. Danach können die Absolventinnen sich mit einer Diplomarbeit zur Abschlussprüfung «Bäuerin mit eidg. Fachausweis» anmelden. 2013 schlossen aus dem Kanton St. Gallen drei Absolventinnen diese Ausbildung zur Bäuerin mit Fachausweis ab. Es waren dies Anna Keller-Breitenmoser, Wattwil, Lucia Gabriela Schaffhauser, Bernhardzell, und Michaela Maute, Dietschwil.

Einzelne Module werden auch von Frauen besucht, die nicht in bäuerlichen Betrieben tätig sind. Grosses Interesse finden dazu die Bereiche Gartenbau, Produkteverwertung, Ernährung und Verpflegung, Kleintierhaltung sowie Textiles Gestalten.

Hauswirtschaft und Ernährung

Bäuerinnen nutzen die vielfältigen Ausbildungsangebote rege, wie an der DV betont wurde. Viele der Frauen schlagen den Weg einer Neuausrichtung ein. Sie sind offen für Veränderungen, ohne Altbewährtes zu vernachlässigen. Mit dem Besuch einer der vielen Ausbildungsmöglichkeiten wird häufig das Selbstbewusstsein gestärkt, was den Bäuerinnen Mut macht, auf dem Hof einen neuen Betriebszweig aufzubauen, heisst es im Jahresbericht des Kantonalen Bäuerinnenverbandes St. Gallen.

Laut Barbara Dürr bietet das bzb Buchs am Rheinhof im modularen System die Möglichkeit, dass Erwachsene das Modul «Ernährung und Verpflegung» buchen und somit eine gute Basisausbildung geniessen können, die im Aufbaumodul weiter vertieft werden kann. Das sei eine Einzigartigkeit, die wohl in dieser Art anderswo kaum geboten werde.

Im vergangenen Jahr wurde in diesem Bereich eine neue Idee kreiert, die ab Sommer 2014 in die Tat umgesetzt wird. Gäste aus dem In- und Ausland können sich bald von Bäuerinnen kulinarisch verwöhnen lassen, ganz nach dem Stil der Fernsehsendung «Landfrauenküche», wie Ursula Egli, Vorstandsmitglied Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV), berichtete. Bäuerinnen und Landfrauen bereiten für sechs oder mehr Personen ein Menu mit regionalen Gerichten zu, die sie in ihrer Küche, Stube, im Garten oder auf der Wiese servieren. Gastgeberin kann werden, wer beim SBLV Mitglied ist und leidenschaftlich gerne und gut für Gäste kocht.

Bäuerinnen solidarisieren sich

Der Vorstand des kantonalen Bäuerinnenverbandes möchte während des internationalen Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe ein Zeichen der Solidarität setzen. Deshalb werden die Bäuerinnen- und Landfrauenvereinigungen im Kanton St. Gallen aufgerufen, sich an der Sammelaktion zur Unterstützung von Frauenprojekten im Ausland zu beteiligen. Zwei Projekte wurden vorgestellt.

Markus Hobi, Leiter Landwirtschaftliche Schule Rheinhof, war die Freude ins Gesicht geschrieben, als er berichten konnte, dass der Kantonsrat hinter dem Sanierungs- und Neubauprojekt steht. Das Parlament stimmte am Dienstag für das Projekt – ohne Gegenstimme.

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