Augen auf beim Velokauf

In den letzten zehn Jahren wurden in der Schweiz über 300 000 E-Bikes verkauft. Mit tieferen Preisen werden neue Zielgruppen erschlossen, auch jüngere Leute.

Heidy Beyeler
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REGION. Es sind heutzutage nicht mehr nur Senioren, die bequem, sportlich und umweltfreundlich durch die Landschaft radeln. E-Bikes sind im Trend, so dass auch Billiganbieter den Markt mit den komfortablen E-Bikes entdeckt haben. Die verhältnismässig niedrigen Preise können verführerisch sein, aber auch Gefahren in sich bergen. Solange das trendige E-Bike läuft, ist meist alles gut. Aber wo lässt sich ein Defekt beispielsweise an der Elektronik reparieren? Beim Verkäufer natürlich. Der wiederum muss das defekte Fahrrad einschicken, weil Grosshändler und Discounter nicht über eine eigene Velowerkstätte verfügen. «Es dauert dann zwei bis drei Wochen, bis es dem Besitzer wieder zur Verfügung steht», sagt Otto Lindenau aus Grabs.

Billig kann teuer werden

Die Fachgeschäfte sehen deshalb dieser Konkurrenz eher gelassen entgegen. Wer ein E-Bike in einem branchenfremden Geschäft kauft, muss mit allfällig unerwünschten Umtrieben rechnen, falls eine Reparatur an der Elektronik beziehungsweise am Motor ansteht.

Es ist nicht so, dass Fachhändler a priori nicht bereit wären, ein Billig-E-Bike zu reparieren, wie die Befragten versicherten. Es fehlen ihnen schlichtweg Ersatzteile dazu. Problematisch sei es allerdings, wenn nach wenigen Jahren der Akku von einem so genannten No-Name-E-Bike aussteigt und ein Ersatz nicht mehr erhältlich ist – dann ist ein Billigfahrrad doch zu teuer und der Ärger letztlich gross.

Mehr Leistung im Preis

Im Preis können die lokalen Fachgeschäfte mit den Billiganbietern nicht mithalten. Allerdings bekommt man bei den teureren E-Bikes mehr und bessere Leistung (Akku-Leistung, Wirkungsgrad des Ladegerätes, Ladezeit, Reichweite, Bremsen und vieles mehr), nicht zu vergessen sind die Serviceleistungen, Testmöglichkeiten und die Fachberatung. • LOKAL 11

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