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Aufwertung zum richtigen Auenwald

Mit einem symbolischen Spatenstich begannen gestern offiziell die Arbeiten zur Renaturierung des Werdenberger Binnenkanals (WBK) im Abschnitt ARA Buchs bis Ochsensand.
Hanspeter Thurnherr
Behördenvertreter, Planer, Fachleute und Vertreter der beteiligten Bauunternehmen griffen symbolisch zur Schaufel. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Behördenvertreter, Planer, Fachleute und Vertreter der beteiligten Bauunternehmen griffen symbolisch zur Schaufel. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Von einem «historischen Moment» sprach Beat Tinner, Präsident des Werdenberger Binnenkanal-(WBK-)Unternehmens, anlässlich des symbolischen Spatenstichs vor den Behördenvertretern und beteiligten Fachleuten. Nach 120 Jahren, in denen der Binnenkanal begradigt durch die sechs Werdenberger Gemeinden floss, soll nun sein Lauf auf einem Teilstück natürlich gestaltet werden. «Auf knapp zwei Kilometern Länge werten wir in den nächsten Monaten das Gewässer ökologisch auf. Fauna und Flora erhalten dadurch bessere Lebensräume», freut sich Tinner. Die Stadt Buchs profitiere von einem erweiterten Naherholungsgebiet. Trotz der veränderten Gewässerstruktur bleibt die rasche Ableitung des Wassers gewährleistet. Denn der Hochwasserschutz erhielt bei der Planung einen hohen Stellenwert.

Viel Wohlwollen und finanzielle Unterstützung

Die Vision für diese Renaturierung entstand auf dem Hintergrund, dass ohnehin grössere Unterhaltsarbeiten am Binnenkanal anstehen, weil beispielsweise die Böschungen einfallen. Bei der Diskussion habe man sowohl von der Ortsgemeinde und der Stadt Buchs sowie den verschiedenen Anspruchsgruppen grosses Wohlwollen für die Idee gespürt, sagte Beat Tinner. Dieses Wohlwollen habe sich in Geld für das Projekt umwandeln lassen. Beiträge der Stadt und der Ortsgemeinde Buchs, des WBK-Unternehmens, des Fischereivereins Werdenberg sowie privater Träger wie zum Beispiel die Stiftung Grünes Golf Gams, der EWZ-Naturemade-Star-Fonds oder die Stiftung Fürstlicher Kommerzienrat Guido Feger sicherten die finanziellen Mittel.

Im Dezember fliesst das Wasser im neuen Bett

Das Gerinne des Binnenkanals mit Flachwasserzonen erhält im Kernstück der Renaturierung eine Breite von bis zu 60 Metern. Heute sind es maximal zehn Meter. Somit können sich Auenwaldgebiete und Schilfbereiche bilden und Unterstände für Fische und andere Kleintierlebewesen entstehen. Bereits im Dezember soll das Wasser des heutigen Kanals ins neue Gewässerbett umgeleitet werden.

Wie Dominik Wäger, Ingenieur des Projektes, erläutert, wird mit der grossen Menge an Aushubmaterial einerseits ein Lärmschutzdamm in Richtung Autobahn erstellt und andererseits das heutige Gerinne im mittleren Abschnitt aufgefüllt. Es kann künftig wieder als Landwirtschaftsland genutzt werden. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Renaturierungsarbeiten bis im Sommer kommenden Jahres beendet sein.

Der Zugang zum Schiessplatz bleibt während der Bauphase bestehen und der Veloweg kann weiterhin benutzt werden, mit Ausnahme einer Umleitung in den Wintermonaten.

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