Aufstieg ins C-Kader als Ziel

Das Toggenburg gehört im alpinen Skirennsport nicht mehr zu den ersten Adressen. In den Swiss-Ski-Kadern ist seit dem Rücktritt von Marianne Abderhalden kein Fahrer mehr dabei.

Urs Huwyler
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Marco Fischbacher sicherte sich ausgezeichnete FIS-Punkte. (Bild: Urs Huwyler)

Marco Fischbacher sicherte sich ausgezeichnete FIS-Punkte. (Bild: Urs Huwyler)

SKI ALPIN. Mit den Slalom-Rängen 17 und 32 in Veysonnaz sowie Platz 36 zum Saisonauftakt in Arosa ist Marco Fischbacher aus Unterwasser in die Saison 2015/16 gestartet. Vor allem die bisher beste Klassierung darf als Erfolg bezeichnet werden.

Vor dem ambitionierten Toggenburger mit Jahrgang 1997 klassierte sich im internationalen Feld ein jüngerer Techniker. Dazu kamen zwei gleichaltrige Schweizer. Vor allem sicherte er sich ausgezeichnete FIS-Punkte. Der Davoser Sport-Gymnasiast Marco Fischbacher gehört weiter dem Nationalen Leistungszentrum Ost Herren 1 (NLZ Ost 1) an. «Die Bedingungen sind durch die Abstimmung von Sport und Schule ideal. Das Training ist im Stundenplan fixiert und es gibt keine Probleme, um für die Rennen frei zu bekommen. Im Winter werde ich relativ selten in Davos den Unterricht besuchen», fasst der Atomic-Pilot seine Situation zusammen. Ihm kommt entgegen, dass er schulisch keine Probleme kennt.

Nummer eins im Tal

Sportlich erwartet Marco Fischbacher eine weitere Steigerung. Letzte Saison gehörten vier Top-10-Klassierungen in Juniorrennen zu den Erfolgsmeldungen. Wobei er sich in Veysonnaz bessere FIS-Punkte (32,11) sicherte als vor einigen Monaten. Die Einschätzung der Resultate bereitet bei den Junioren oft Mühe, weil für sie vor allem wegen der Startnummer die Punkte zählen.

Marco Fischbachers Bestleistung stammt aus den Flumserbergen. Der 17. Riesenslalom-Rang im März wurde mit 25,21 belohnt, weil die Besetzung mit vielen Weltcup-Startern ausgezeichnet war. Unter dem Strich soll Ende Saison die Selektion für das C-Kader von Swiss Ski herausschauen und die NLZ-Zeit beim letztjährigen Gesamt-Fünften des Swiss-Cups zu Ende gehen. «Dass ich momentan noch nicht ganz in Bestform bin, macht Sinn. Die Saison ist lang und die wichtigen Rennen folgen erst im neuen Jahr. Jetzt geht es darum, in den FIS-Rennen den Rhythmus und die Sicherheit zu finden. Mit dem Auftakt darf ich zufrieden sein», zieht Marco Fischbacher als aktuelle Nummer eins im Tal eine positive Zwischenbilanz. Ebenfalls zum Kader des NLZ Ost 1 gehört Marco Bösch vom Skiclub Speer, Ebnat-Kappel. Der Student der United School of Sports in St. Gallen mit Jahrgang 1996 begann seine Saison im letzten Schuljahr mit dem ersten Slalom in Veysonnaz. Wie bei Marco Fischbacher am zweiten Tag wurde es Rang 17 (33,91). Für den 2014/15 zweimal aufs Podest gefahrenen Marco Bösch geht es auch um den Aufstieg in die unterste nationale Stufe. Im NLZ Ost 2 sind die Jahrgänge 97 bis 99 vertreten. Mit Luca Hollenstein vom SSC Toggenburg mit Jahrgang 1997 und Josua Mettler, ebenfalls SSC Toggenburg, Jahrgang 1998, gehören zwei Talente aus der Region zum hoffnungsvollen Nachwuchs.

Weitere Toggenburger

«Schi-Blitz» Josua Mettler, er wohnt in Unterwasser, dessen älterer Bruder Linus im Mai vom aktiven Rennsport zurückgetreten ist, begann die Saison mit Platz 33 in Veysonnaz (62,97). Nur ein 98er-Konkurrent schaffte es unter die Top 20. Bei den zehn NLZ-Juniorinnen ist das Toggenburg dagegen nicht vertreten.

Im Ostschweizer Skiverband (OSSV) scheinen weitere Toggenburger auf: Lars Holenstein vom SC Speer Ebnat-Kappel mit Jahrgang 1997 als Junior und Clubkollege Cédric Noger als Mitglied der OSSV-Trainingsgruppe. 50 Prozent des JO-Kaders LG1, dies sind die Jahrgänge 2000, stellen Vereine aus der einstigen Alpin-Hochburg durch Marco Bollhalder vom SSC Toggenburg, Marco Giger vom SC Krummenau, Basil Güttinger, ebenfalls SC Krummenau, und Lea Mettler vom SSC Toggenburg. Teilweise bis zwei Jahre jünger sind in der JO LG2 Julia Bischof vom SSC Toggenburg, Simon Götte vom SC Krummenau, Nadine Langenegger vom SC Ulisbach, Aline Looser, Ramon Looser, beide fahren im SC Ulisbach, Tim Stichel vom SSC Toggenburg, Romano Untersander, SC Speer, und Timo Züger, ebenfalls SC Speer.

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