Aufgaben der KESB Toggenburg

TOGGENBURG. Per 1. Januar 2013 wurde das bis anhin geltende Vormundschaftsrecht durch das Kinder- und Erwachsenenschutzrecht abgelöst.

Urs M. Hemm
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TOGGENBURG. Per 1. Januar 2013 wurde das bis anhin geltende Vormundschaftsrecht durch das Kinder- und Erwachsenenschutzrecht abgelöst. Gleichzeitig mit Inkrafttreten dieser umfassenden Gesetzesrevision, ging die Zuständigkeit von den bisher eingesetzten kommunalen Vormundschaftskommissionen auf die neu gegründeten regionalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) über. Der Sitz der KESB Toggenburg befindet sich in Bütschwil und ist zuständig für die Gemeinden Wildhaus-Alt St. Johann, Nesslau, Ebnat-Kappel, Wattwil, Bütschwil-Ganterschwil, Lichtensteig, Neckertal, Hemberg, Oberhelfenschwil, Mosnang, Lütisburg und Kirchberg.

Im Erwachsenenschutzrecht lassen sich die Aufgaben der KESB grundsätzlich in vier Bereiche aufteilen, erläuterte Carola Wittmer, Vizepräsidentin der KESB Toggenburg. Dazu gehören die fürsorgerische Unterbringung und Aufgaben der vormaligen Vormundschaftsbehörde wie die Beistandschaft. In ihre Verantwortung fällt zudem die eigene Vorsorge, insbesondere die Prüfung von Patientenverfügungen sowie gesetzliche Massnahmen, welche die Vorkehrungen im Falle einer Urteilsunfähigkeit der eigenen Personen zum Inhalt haben.

Im Kindesschutzrecht befasst sich die KESB mit Fällen, in denen das Wohl eines Kindes gefährdet ist, wenn Eltern nicht für ihr Kind sorgen wollen oder können. In diesen Fällen kann die KESB Massnahmen ergreifen, die von einer rechtlich bindenden Mahnung, über die Zuweisung einer Beistandschaft bis hin zum Obhutsentzug oder dem vollständigen Entzug der elterlichen Sorge für ein Kind führen können.