Auf in ein gutes neues Jahr!

Schwarzmalen und Trübsal blasen sind an der Schwelle zum neuen Jahr schlechte Ratgeber. Das Vertrauen in uns selbst hilft, die Herausforderungen zu meistern. Von Thomas Schwizer

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Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr: So lautet der traditionsreiche Gruss zum Jahreswechsel. Und was gibt es Schöneres, als diese kurze, positive Botschaft aus ehrlichem Herzen an die Familie, Bekannten, Freunde zu richten – und an alle, denen wir zufällig begegnen.

Aufmunterung und etwas menschliche Wärme: Das sind die Zutaten, die wir alle anderen schenken und auch selbst brauchen können an der Schwelle zum neuen Jahr 2016. Es wird dank dem 29. Februar sogar 366 Tage umfassen. Es bleibt ein Tag mehr, um ihn positiv für uns und andere zu gestalten und zu nutzen.

Doch das neue Jahr wird uns nicht immer eitel Sonnenschein bringen. Auch im neuen Jahr werden wir mit Schicksalsschlägen konfrontiert. Den einen werden gesundheitliche Probleme zu schaffen machen, anderen Schwierigkeiten in der Beziehung oder in der Familie. All das wird physisch und psychisch an der Substanz zehren. Doch wir Menschen sind stärker als wir oft selbst wahrhaben wollen.

Sehen wir unvermeidliches Schicksal nicht als ein Haufen Probleme, vor dem wir verzweifeln! Sehen wir es vielmehr als Herausforderung! Mit dieser Einstellung können wir schwierige Situationen besser meistern. Herausforderungen können wir mutig und entschlossen anpacken, an ihnen wachsen und gestärkt aus ihnen hervorgehen.

Das Jammern über «das Schicksal, das es nicht gut mit mir meint», ist zwar menschlich. Doch Selbstmitleid ist eine schlechte Medizin mit einer verheerenden, entmutigenden Wirkung. Zuversicht und Vertrauen in unsere persönliche Kraft sind die richtigen Baumeister, auf die wir 2016 setzen sollen. Unterstützt werden wir von der Solidarität, von Menschen, die sich für jene einsetzen, die in Not sind. Es gibt viel mehr von ihnen, als wir oft auf den ersten Blick erkennen.

Zum Jahreswechsel haben verständliche Ängste Hochkonjunktur: vor Jobverlust, Flüchtlingsströmen, Überfremdung usw. Hören wir nicht auf die schlechten «Ratgeber», welche die Zukunft der Schweiz schwarz malen! Trübsal blasen und Lamentieren bringen uns nicht weiter. Packen wir das neue Jahr positiv und selbstbewusst an!

In diesem Sinne wünsche ich allen von Herzen einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr 2016.

thomas.schwizer@wundo.ch

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