Auf dem Weg zur Erstkommunion das Taufgelübde erneuert

BUCHS. Am fünften Fastensonntag feierten die angehenden Erstkommunikanten in der Herz-Jesu-Kirche Buchs die Erneuerung des Taufversprechens. Glaube verlangt nach sinnlichem Ausdruck und Ritualen, die auf eine tiefere Wirklichkeit im Leben hinweisen.

Helen Candreia
Merken
Drucken
Teilen
Eine gutgelaunte Schar Kinder voller Freude auf dem Weg zur Erstkommunion. (Bild: pd)

Eine gutgelaunte Schar Kinder voller Freude auf dem Weg zur Erstkommunion. (Bild: pd)

BUCHS. Am fünften Fastensonntag feierten die angehenden Erstkommunikanten in der Herz-Jesu-Kirche Buchs die Erneuerung des Taufversprechens. Glaube verlangt nach sinnlichem Ausdruck und Ritualen, die auf eine tiefere Wirklichkeit im Leben hinweisen. In der Taufe sind es zum Beispiel Wasser, Taufkerze und die Salbung mit Chrisam.

Neugierig und begeistert

Frisch und voll Freude sangen die Kinder im Begrüssungslied «Wir sind hier zusammen in Gottes Namen, um dich zu loben, oh Gott.» Pfarrer Guntli nahm die Begeisterung und die Neugier – etwa für Fussball oder Popstars und alles, was damit zusammenhängt – vieler der anwesenden Kinder als Einstieg für das Geschehen auf dem Glaubensweg. Auch hier brauche es Neugier und Begeisterung für das, was es als Angebot gibt. Neugier hilft den Glauben immer besser kennen und lieben zu lernen. So hat Paulus in der Lesung geschrieben, dass gefragt wurde: «Jesus, wo wohnst du?», und Jesus antwortete: «Kommt und seht!» Also immer wieder auf dem Weg sein, so wie in diesem gemeinsamen Feiern mit Eltern, Mitschülern, den Religionslehrerinnen und allen, die dabei sind, dann kann der Glaube wachsen.

Das Predigtgespräch mit den Kindern half, mit den Symbolen die Verbindung zum Leben im Alltag aufzuzeigen: Wasser, braucht es, es ist so wichtig für die Natur, fürs eigene Leben, fürs Wachsen und Gedeihen. Gott ist lebendiges Wasser, er begleitet mich in Liebe, lässt mich wachsen und reifen. Die Taufkerze gibt Licht und Wärme, erinnert an Ostern und an Jesus, der das Licht der Welt ist. Und Chrisam (Öl) gibt Schutz und Widerstand. Es verhindert nicht alles, was weh tut. Doch durch den Glauben erhält man Kraft, damit man das, was passiert, besser ertragen kann, dass man nicht verzweifelt, auch wenn es im Leben manchmal schwer wird.

Die Bitten an den Herrn

Mit ihren Kerzen bildeten die Erstkommunikanten nun einen Kreis um den Taufstein, um ihr Taufversprechen zu beten. Gleichzeitig erhielten zwei Kinder, Maria und Ismael, durch die Taufe die Aufnahme in die kirchliche Gemeinschaft. Diverse Kinder trugen jetzt ihre Bitten vor: «Gott, unser Vater, in deinem Sohn Jesus Christus hast du gezeigt, was Liebe und Versöhnung bedeutet. Mit unsern Sorgen dürfen wir zu dir kommen und so bitten wir: In der Taufe sind wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen worden, begleite uns auf dem Weg zur Erstkommunion.» Eine weitere Bitte: «Es ist schön, in einer Familie zu leben, lass uns Freude und Kummer miteinander teilen. Wir bitten dich, erhöre uns!»

Bald ist es soweit, es geht nicht mehr lange und der Tag der Erstkommunion ist da und die Einladung zum Tisch des Herrn wird Wirklichkeit. In dieser Tauferneuerungsfeier wurden die angehenden Erstkommunikanten mit dem Kreuzzeichen auf die Stirne gesegnet. Zum Abschluss gab es für die beiden Religionslehrerinnen, Cornelia Seglias und Marianne Aeschlimann, die die Kinder auf das Fest mit viel Engagement vorbereiten, grossen Applaus und Pfarrer Erich Guntli sprach danach das Schlussgebet mit Segen für alle Mitfeiernden.