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Auch Pannen stoppten Weite nicht

Der TV/DTV Weite hat auf seinem Weg zum Stärkeklasse-Sieg im dreiteiligen Vereinswettkampf der Aktiven auf keinen Fall den roten Teppich ausgerollt erhalten. Doch die Turner liessen sich auch von Pannen nicht vom Siegen abbringen.
Robert Kucera
Als endlich die Musik abgespielt werden konnte, ging die Post ab: Die Team Aerobic des DTV Weite überzeugte die Kampfrichter, welche die Leistung mit einer 9,92 belohnten. (Bild: Robert Kucera)

Als endlich die Musik abgespielt werden konnte, ging die Post ab: Die Team Aerobic des DTV Weite überzeugte die Kampfrichter, welche die Leistung mit einer 9,92 belohnten. (Bild: Robert Kucera)

TURNEN. Der TV/DTV Weite ist ein Konstrukt, das es nur bei Turnfesten gibt. Die eigenständigen Vereine spannen zusammen und haben am Rheintaler Turnfest in Gams am Samstag drei Vorführungen bei schätzbaren Disziplinen gezeigt. Die Herren am Barren, die Damen im Team-Aerobic sowie gemeinsam in der Gerätekombination. Zwei sehr gute Benotungen plus eine Traumnote – dies führte zum Sieg in der 4. Stärkeklasse.

Sieg war das Ziel

«Ich bin mehr als zufrieden mit Rang eins», äussert sich Oberturner Ronny Gabathuler. Wobei er nicht verschweigt, dass ein Sieg stets das Ziel von Weite ist. «Die Erlösung ist dann umso grösser, wenn es klappt.» Doch unter Druck fühlen sich die Turner deswegen nicht. «Man ist fokussiert auf die eigene Leistung und will sauber turnen», erläutert der 24-Jährige jene Attribute, die bei den Turnern aus Weite für Anspannung sorgen könnten. «Wichtig ist dann ein guter Start in den Wettkampf.»

Dreimal sehr gut geturnt

Am ersten Gerät, dem Barren, zeigten die Herren aus Weite, was sie draufhaben; und der Oberturner war nur über die Notengebung nicht glücklich. «Ein strenger Massstab», so sein Urteil zur Note 9,25, sei da angewandt worden. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Mit gutem Gefühl durfte man die nächste Vorführung in Angriff nehmen. Hier kamen in Gams erstmals auch die Damen zum Einsatz. «Die Gerätekombination ist eine relativ schwierige Disziplin», so Gabathuler. Im Mix zwischen Sprung und Boden müsse man die gleichen Bewegungen ausführen – die Umsetzung glückt mit einer 9,37 vorzüglich.

Nun stand nur noch das Team-Aerobic der Damen auf dem Programm. Ronny Gabathuler hatte bereits da ein gutes Gefühl, was den möglichen Stärkeklassen-Sieg angeht: «Hier habe ich am wenigsten Bedenken, dass es keine Supernote gibt.» Die Bestätigung der Turnerinnen vom DTV Weite folgte sogleich mit einer 9,92. Von da an hiess es warten auf Weite-Seite. «Als die letzte Notentafeln aufgehängt wurden, wir zuoberst standen, war meine Freude riesig.»

Hart im Nehmen

Das Ziel war also erreicht, die Freude und Erleichterung beim ambitionierten TV/DTV Weite beschreibt der Oberturner als «unermesslich». Von nichts kommt aber nichts, wie Ronny Gabathuler betont. «Wenn man auf so ein Ziel hinarbeitet, muss man hart arbeiten.»

Und manchmal auch hart sein. Denn am Freitagabend vor dem Rheintaler Turnfest hat sich ein Barrenturner am Holmen vergriffen, mit einem havarierten Ringfinger ging's ins Spital. Noch am selben Abend gab es Entwarnung: nichts gebrochen, «nur» ausgerenkt. Der Finger wurde im Spital eingerenkt, geschient und als der Turner am Samstag beim Einturnen merkte, dass es ging, war Weite zu Wettkampfbeginn vollzählig. Zur Leistung sagt Oberturner Gabathuler nur: «Hut ab!»

Unfreiwillige Wartezeit

Der TV/DTV Weite hat auf seinem Weg zum Sieg aber nicht nur Härte, sondern auch grosse mentale Fähigkeiten bewiesen. So verhinderte eine technische Panne der Musikanlage ein rechtzeitiges Starten im Team- Aerobic. «Wir hofften alle, dass sie sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen lassen», umschreibt Gabathuler die Stimmung bei den zuschauenden Weite-Herren. «Aber die Damen haben es tiptop gemeistert.»

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