Attraktive Region für Einbrecher

Die Region Sarganserland-Werdenberg ist für Einbrecher attraktiv. Die nahe Autobahn, die nahen Grenzübergänge und die schönen Einfamilienhausquartiere sind laut der Polizei Gründe dafür.

Thomas Schwizer
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REGION. Die Kantonspolizei St. Gallen hat gestern Dienstag bekanntgegeben, dass zwischen Ende Oktober 2013 und Ende Februar 2014 rund 1000 Einbrüche registriert worden sind. Die Deliktsumme betrug dabei 4,5 Millionen Franken, der Sachschaden rund 1,5 Millionen.

In der Region Werdenberg-Sarganserland wurden mit 189 solchen Delikten im Verhältnis zur Bevölkerungszahl vergleichsweise viele Einbrüche durchgeführt. Polizeisprecher Hanspeter Krüsi führt dies einerseits auf die Lage an der Landesgrenze zurück. Kriminaltouristen aus Osteuropa würden entweder nach ihrem Streifzug durch die Schweiz kurz vor der Grenze noch versuchen, «etwas mitzunehmen». Oder sie kämen nur kurz für Einbrüche über die Grenze, um dann eiligst mit ihrer Beute wieder ostwärts auszureisen. Ein Drittel der von der Polizei verhafteten Einbrecher waren in den letzten drei Monaten Kriminaltouristen aus Rumänien – ihren Anteil an den Einbruchsdelikten schätzt Krüsi aber erfahrungsgemäss noch höher ein.

Attraktiv sei die Region Sarganserland-Werdenberg für Einbrecher aber auch durch die Lage nahe der Autobahn, über welche die Zu- und Wegfahrt rasch möglich sei. Zudem lockten im Werdenberg schöne Einfamilienhausquartiere Einbrecher an. • DIE DRITTE