Asylzentrum bewilligt

In Vilters-Wangs wird das sechste feste Asylzentrum des Kantons eröffnet. Die Gemeinde hat die Baubewilligung erteilt. Wann die Bewohner ins «Sonnenberg» einziehen, ist offen.

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Das Internat Sonnenberg wird in ein Asylzentrum umgebaut. (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

Das Internat Sonnenberg wird in ein Asylzentrum umgebaut. (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

VILTERS-WANGS. 100 bis 150 Asylbewerber sollen so bald wie möglich in dem ehemaligen Internat Sonnenberg in Vilters-Wangs einziehen. «Ich hoffe, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein wird», sagt Urs Weber vom Migrationsamt des Kantons St. Gallen. Denn bereits im Jahre 2014 hat der Kanton seine Pläne bekannt gegeben, im «Sonnenberg» ein festes Asylzentrum in Betrieb nehmen zu wollen. Aufgrund von Rechtsmittelverfahren hat sich die Eröffnung seither stetig verzögert. Mit dem Entscheid des Gemeinderates von Vilters-Wangs, die Baubewilligung für die Umnutzung des «Sonnenberg» zu erteilen, ist nun aber ein weiterer Schritt getan. Das Baudepartement ist fortan für die Umbauarbeiten zuständig.

«Zentrum steht nichts im Weg»

«Der Gemeinderat hat die Rechtslage geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass dem Vorhaben des Kantons keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften im Weg stehen», sagt Bernhard Lenherr, Gemeindepräsident von Vilters-Wangs. Es habe beurteilt werden müssen, ob für die Umnutzung überhaupt eine Baubewilligung erforderlich sei. Ausserdem habe das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation dem Vorhaben zustimmen müssen, da es sich um ein Baugesuch ausserhalb der Bauzone gehandelt habe.

Die eingegangenen Einsprachen von Anwohnern wurden abgewiesen. Dabei galt es laut Lenherr unter anderem abzuklären, ob die Sonnenbergstrasse genügend erschlossen und die Parkplätze ausreichend seien.

Rund um die Uhr betreut

Die Einsprecher haben nun die Möglichkeit, innert 14 Tagen Rekurs gegen den Entscheid einzureichen. Die Stimmung in der Gemeinde sei allgemein aber eher als ruhig einzuschätzen, sagt Lenherr. Im umgebauten «Sonnenberg» sollen vor allem Personen aus Syrien, Eritrea, Sri Lanka und Afghanistan wohnen, sagt Urs Weber vom Migrationsamt. Die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden und Kinder werden direkt im Zentrum unterrichtet. Fachpersonen werden die Bewohner rund um die Uhr betreuen. (nar)