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Arten von Kommunikation

Zum Sonntag
Pfarrer Tobias Claudy, Wildhaus-Alt St. Johann

Wir leben im Zeitalter der Kommunikation. Erreichbarkeit und schnelles Kommunizieren werden gross geschrieben. Hauptsache, so könnte man manchmal belustigt denken, man darf dabei ein Hightech-Gerät benutzen, anstatt von Angesicht zu Angesicht miteinander zu reden. Gleichzeitig hat dieses Zeitalter Erscheinungen hervorgebracht, welche in jüngster Vergangenheit immer häufiger mit Ausdrücken wie Fake News oder alternative Fakten zu Recht problematisiert werden.

Es gehört mittlerweile privat und beruflich, sogar politisch zum Alltag, sich über moderne Kommunikationswege zu kontaktieren oder den eigenen Standpunkt zu verbreiten. Das hat ganz praktische Vorteile, Informationen können ungehindert, unkompliziert und schnell fliessen. Diese niedrigen Kommunikationsschwellen bringen aber auch Unsicherheiten mit sich: Was, wenn Informationen gefälscht (fake) sind? Was, wenn man gesicherte, objektive Tatsachen durch verzerrte Darstellungen unterminiert (sogenannte alternative Fakten)? Die Grenzenlosigkeit der modernen Kommunikation bedeutet auch: grenzenlose Möglichkeiten ihrer Schattenseiten.

Daher ist wohl ganz altmodische Vorsicht angesagt: die Quelle oder den Überbringer immer auf Zuverlässigkeit überprüfen. Wie früher auch. Das Tempo etwas zurücknehmen, und sich auf das eigene vernünftige Urteil und die Menschenkenntnis verlassen. Ganz gleich, wie schnell oder wie bequem einem die (sogenannte) Information zufliesst. So lassen sich – biblisch formuliert – noch am ehesten die Geister voneinander unterscheiden, auch im heutigen Zeitalter, im kleinen privaten Kreis ebenso wie in der sogenannten grossen Politik.

Und bevor Sie geneigt sind, die moderne Technik nun zu verteufeln: All das ist wirklich nichts Neues. Das war eigentlich schon immer so, wenn es um Kommunikation und Information ging: Man kann nicht allem und jedem Glauben schenken – weder der digitalen Hightech-Variante noch den eher urtümlichen Kommunikationsformen, die es neben den Smartphones immer noch in unseren Dörfern und Quartieren gibt, wie z.B. die lauten Buschtrommeln und die Stille Post, mit denen wir so gerne komplexe Sachverhalte simpel reduziert verbreiten, wodurch sie erstaunlich schnell zu Fake News oder alternativen Fakten werden können.

Darum mein Gedanke, dass es auf die Kommunikationsform oder Kommunikationstechnologie letztlich nicht ankommt. Sondern darauf, dass wir unsere Menschenkenntnis und unseren gesunden Verstand walten lassen.

Pfarrer Tobias Claudy, Wildhaus-Alt St. Johann

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