ARBEITSMARKTZAHLEN FÜR DAS W&O-GEBIET: Arbeitslosigkeit ist im W&O-Gebiet angestiegen

Gegenüber dem Dezember gab es im Januar im Werdenberg und Toggenburg mehr Arbeitslose. Die Zahl der Stellensuchenden im Kanton sank im Vorjahresvergleich.

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Im Werdenberg ist die Zahl der Arbeitslosen innert Monatsfrist um 4,9 Prozent angestiegen, im Toggenburg sogar um 6,4 Prozent. Im Kantonsdurchschnitt gab es im Januar 3,7 Prozent mehr Arbeitslose als noch im Dezember (vgl. Tabelle). Um 1 Prozent zurückgegangen ist im Werdenberg innerhalb eines Monats ­hingegen die Zahl der Stellen­suchenden, im Toggenburg hat diese ebenfalls zugenommen, nämlich um 2,7 Prozent.

Weniger Stellensuchende im Kanton

Ende Januar 2017 waren im Kanton St. Gallen 11939 Stellensuchende bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet. Dies ist sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme. Gegenüber Dezember 2016 beträgt der Rückgang ­ 58 Personen oder 0,5 Prozent, gegenüber Januar 2016 155 Personen oder 1,3 Prozent. Im Kreis Werdenberg gab es im Januar 2017 904 Stellensuchende, ein Jahr zuvor waren es 923. Im Toggenburg waren im Januar 2017 863 Stellensuchende beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet, das sind 13 mehr als im Januar des Vorjahres. Einen besonders starken Rückgang der Stellensuchenden gegenüber dem Vorjahr weist das Sarganserland auf, nämlich 12 Prozent. «Ebenfalls überdurchschnittliche Abnahmen, aber in geringerem Ausmass, verzeichnen die Wahlkreise Wil und Rorschach sowie das Werdenberg», heisst es in einer Medienmitteilung der kantonalen Fachstelle für Statistik. Leichte Zunahmen gibt es im Wahlkreis See-Gaster, im Rheintal sowie im Toggenburg. Gemäss Trendbarometer der Fachstelle für Statistik ist im Kanton St. Gallen für die nächsten Monate, abgesehen von saisonalen Entwicklungen, weiterhin mit sinkenden Stellensuchendenzahlen zu rechnen.

Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter den Stellensuchenden im Kanton St. Gallen ist gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent zurückgegangen. Damit hat sich der abnehmende Trend in dieser Gruppe etwas abgeschwächt. Nur wenige Abweichungen vom Vorjahreswert gibt es bei den anderen Altersgruppen sowie bei Männern und Frauen.

Vor einem Jahr meldeten rund 80 Firmen für über 1400 Mitarbeitende Kurzarbeit an. Seither hat die Zahl der Voranmeldungen stark abgenommen, auf mittlerweile knapp 40 Betriebe und weniger als 400 Mitarbeitende. (she/pd)