Appell für gegenseitigen Respekt

SEVELEN. In seiner Neujahrsbegrüssung redete der Seveler Gemeindepräsident Roland Ledergerber Klartext.

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SEVELEN. In seiner Neujahrsbegrüssung redete der Seveler Gemeindepräsident Roland Ledergerber Klartext. In Anlehnung an die Brandrede des Papstes über die Krankheiten in der Kurie stellte Ledergerber fest: «Viele dieser Krankheiten wie etwa der Terror des Geschwätzes, der Drang, immer mehr (Materielles) anzuhäufen oder die Vorstellung, unsterblich, immun und unersetzbar zu sein, grassierten auch ausserhalb des Vatikans. «Wir reden gerne über andere, aber nicht miteinander», so der Gemeindepräsident.

Er appellierte für mehr gegenseitigen Respekt und verurteilte die «schändliche Art, mit der basisdemokratische Errungenschaften der Schweiz in Frage gestellt werden». Populisten und Medien würden den Mob gegen unseren Sozialstaat mobilisieren. Behörden, die sich kraft ihres Amtes für die Schwächsten einsetzen, würden auf ungeheuerliche Weise angegriffen, sagte Ledergerber in Anspielung auf die andauernden Polemiken um die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb). (she)