Anthologie als musikalisches Spiegelbild

Nach 150 Live-Auftritten in 15 Ländern, acht erfolgreichen Tonträgern und Titelgeschichten in Musikmagazinen veröffentlicht die regionale Wave-Rock-Formation The Beauty of Gemina nächste Woche eine Anthologie mit 16 Songs.

Armando Bianco
Merken
Drucken
Teilen
The Beauty of Gemina: Andi Zuber, Michael Sele, Mac Vinzens, Simon Ambühl (von links). (Bild: pd)

The Beauty of Gemina: Andi Zuber, Michael Sele, Mac Vinzens, Simon Ambühl (von links). (Bild: pd)

REGION. Irgendwann ist der Zeitpunkt für Bands gekommen, die seit Jahren mit Erfolg und grosser Konsequenz an ihrer musikalischen Karriere arbeiten, um eine Anthologie zu veröffentlichen. Die Wave-Rock-Formation The Beauty of Gemina mit Michael Sele (Sargans) an der Spitze steht nach über 150 Konzerten und acht Tonträgern und einer Live-DVD an diesem Punkt.

Dark Rock und New Wave

Das am Freitag, 13. November, erscheinende Werk heisst Anthology Vol 1, (2007–2015). In 80 Minuten Spielzeit beinhaltet das Werk 14 Klassiker aus zehn Jahren und zwei bisher unveröffentlichte Songs. Die CD ist ein aussergewöhnlicher Song-Reigen von Dark Rock und New Wave bis zu lebhaften Folk-Rhythmen, jazzigen Elementen und Country-Einflüssen. Ein Wechselspiel zwischen klagendem Schwermut und weisem Optimismus.

Einst als Szeneband begonnen, sind The Beauty of Gemina nicht nur in Fachkreisen längst aus dem Status des Geheimtips herausgewachsen. Wo in den Anfängen die Bezüge zu den Gothic- und Industrial-Szenen noch klar erkenntlich waren, passen heute weder diese noch irgendwelche andere stilistische Zwangsjacken.

Auf den Bühnen der Welt

The Beauty of Gemina hat sich in den letzten Jahren international mit ihren mehr als 150 Bühnenauftritten in 15 Ländern einen hervorragenden Ruf als Live-Band geschaffen. Zur beeindruckend illustren Liste gehören auch die Auftritte am Montreux Jazz Festival, Greenfield Festival und am Open Air Gampel. Die Musiker um Michael Sele standen als Vorband von Smashing Pumpkins auf der Bühne des Hallenstadions Zürich und absolvierten eine Deutschland-Tour mit Unheilig, deren Shows teils von 20 000 Leuten besucht wurden. Leisere Club-Töne gehörten ebenso dazu, etwa die Auftritte im Moods oder im X-tra in Zürich.

Entsprechend gross ist stets die Präsenz in der Medienwelt. Stories im Rolling Stone Magazin oder im Zillo, dem angesagtesten Szenemagazin im deutschsprachigen Raum, zeugen von der Ausstrahlung der Band.

Neuer Gitarrist an Bord

Am 11. November bricht das Quartett zu einer Tour nach Deutschland, Italien und Polen auf. Die 13 Shows werden die Band in Metropolen wie München, Bremen, Hamburg, Berlin, Warschau oder Parma führen. Mit dabei sein wird erstmals der neue Gitarrist Simon Ambühl aus Bad Ragaz, der den Job von Marco Gassner aus Triesenberg übernimmt.