Anstieg der Stellensuchenden im W&O-Gebiet unter dem Durchschnitt

REGION. Um 3,4 Prozent hat im Kanton St. Gallen die Zahl der Stellensuchenden im November gegenüber dem Vormonat zugenommen. 10 367 Personen waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als Stellensuchende gemeldet. Ihre Quote stieg innert Monatsfrist von 3,7 auf 3,9 Prozent an.

Heini Schwendener
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REGION. Um 3,4 Prozent hat im Kanton St. Gallen die Zahl der Stellensuchenden im November gegenüber dem Vormonat zugenommen. 10 367 Personen waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als Stellensuchende gemeldet. Ihre Quote stieg innert Monatsfrist von 3,7 auf 3,9 Prozent an.

Arbeitslosenquote stagnierte

Im gleichen Zeitraum ist die schweizerische Stellensuchendenquote von 4,3 auf 4,5 Prozent angestiegen.

Von den 10 367 Personen auf Stellensuche waren 6006 arbeitslos, also sofort für eine Stelle verfügbar. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich damit leicht erhöht, die Arbeitslosenquote verbleibt aber wie im Oktober auf 2,2 Prozent.

Die Arbeitslosenquote der Schweiz betrug per Ende November 3,2 Prozent, das ist ein Plus von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat.

In fast allen Regionen spürbar

Die Veränderungen bei den Stellensuchendenzahlen sind laut Mitteilung der Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen zu einem grossen Teil auf das Baugewerbe zurückzuführen. Sie seien weitgehend saisonal, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Der Anstieg der Stellensuchendenquote war in allen Regionen des Kantons spürbar, ausser in See-Gaster.

Stärker als im Kantonsdurchschnitt (+3,4 Prozent) war im November die Zunahme der Stellensuchendenzahlen in den Wahlkreisen Wil (6,0 Prozent) und Rorschach (5,8 Prozent) sowie im Sarganserland (5,1 Prozent). Wenig Veränderung gab es im Wahlkreis See-Gaster (0,8 Prozent). In den anderen Wahlkreisen lag der Anstieg im Kantonsmittel (Toggenburg) oder aber leicht darunter, so im Rheintal, Werdenberg und St. Gallen. Im Werdenberg waren Ende November 400 Personen (Vormonat 395) arbeitslos und 719 (Vormonat 700) auf Stellensuche.

Zunahme im Baugewerbe

Am stärksten war im Kanton die Zunahme der Stellensuchendenzahlen in der Industrie und im Gewebe, nämlich um 9,4 Prozent oder 337 Personen. Zurückzuführen ist der Anstieg vor allem auf das Baugewerbe (+230 Personen oder +23,3 Prozent). Die hohe Zunahme im Baubereich sei zum Teil saisonal bedingt, zum Teil Ereignis einer statistischen Korrektur, teilt die Fachstelle für Statistik mit. Neu werden stellensuchende Temporärarbeitende, falls bekannt, in der Branche ihrer Tätigkeit aufgeführt, nicht mehr unter Personalvermittlung und -verleih. Im Dienstleistungssektor sind die Stellensuchendenzahlen weitgehend stabil (–38 Stellensuchende oder –0,6 Prozent).

Rückgang im Jahresvergleich

«Im Vorjahresvergleich sind die Stellensuchendenzahlen zurückgegangen (–280 Personen; –2,6 Prozent). Die Entwicklung in den Branchen weist saisonale Züge auf», heisst es in der Medienmitteilung. Gemäss Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik ist in den nächsten Monaten, bereinigt um saisonale Faktoren, mit leicht sinkenden Zahlen zu rechnen.