Anschlag belegt die schlechte Sicherheitslage

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Kabul Bei einem Bombenanschlag bei Kabuls Diplomaten- und Regierungsviertel sind am Mittwoch mindestens 80 Personen getötet worden. Die Zahl der Verletzten liegt weit höher. In einer Erklärung der Nato hiess es, die afghanischen Sicherheits­kräfte hätten dem Abwassertankwagen, in dem sich die explodierende Bombe befand, den Zugang zur stark bewachten Grünen Zone verwehrt. In dieser sind viele Botschaften angesiedelt.

Die deutsche Botschaft, die sich nahe am Explosionsort in der afghanischen Hauptstadt befindet, wurde durch die Wucht der ungewöhnlich starken Explosion schwer beschädigt. Noch in Hunderten Metern Entfernung barsten Fenster, und Türen wurden aus den Angeln gerissen. Auch im Kooperationsbüro der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) gingen durch die starke Druckwelle zahlreiche Fenster zu Bruch.

Im Interview sagt Mirco Günther, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul, dass die Sicherheitslage in Afghanistan sehr schlecht sei. Er spricht in Bezug auf das ganze Land von einer dramatischen Situation. (wo/sda)25