Angeklagter bestreitet Taten

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Mels Sieben Brände zwischen Juli und November 2016 werden ihm zur Last gelegt. Vor dem Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland hat der mutmassliche «Feuerteufel von Sargans» gestern alles abgestritten.

Mit Fussfesseln und Handschellen wurde der 35-jährige Mann, der seit knapp einem Jahr in Untersuchungs- beziehungsweise Sicherheitshaft sitzt, von der Polizei dem Kreisgericht ­Werdenberg-Sarganserland vorgeführt. Die Vorwürfe gegen ihn wiegen schwer: mehrfache Brandstiftung und versuchter Betrug. Die Staatsanwaltschaft fordert eine unbedingte Freiheitsstrafe von zehn Jahren, zehn Jahre Landesverweis – der Mann ist Deutscher – und die Übernahme der Verfahrenskosten.

Der Staatsanwalt sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte alle sieben Brände gelegt hat. Der Verteidiger plädierte für einen kompletten Freispruch und eine Genugtuung von 71000 Franken für 355 Tage «ungerechtfertigte Haft». Das Urteil ist noch nicht gesprochen worden. (hb)3