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«Am Limit»

Wir von hier

Die 59-jährige Priska Schmid aus Wildhaus ist zweifache Mama und ebenso zweifache Oma. Zurzeit steht sie in ihrem Job als Mitarbeiterin eines Gastrobetriebes ziemlich unter Strom. Sie hat sich trotzdem kurz Zeit für ein Gespräch mit Andrea Müntener genommen.

Grüazi Frau Schmid, wie geht es Ihnen?

Na ja, nicht so gut. Ich weiss, eigentlich sollte man zufrieden sein, wenn man gesund ist und ein Dach über dem Kopf hat. Aber ich stehe momentan enorm unter Stress und laufe jobbedingt wirklich am Limit. Ich arbeite mit einem Teilpensum von 70 Prozent in einem Gastrobetrieb. Das Personal ist auf ein Minimum reduziert, überall greifen die Sparmassnahmen durch.

Wie lange wohnen Sie schon im Toggenburg?

Aufgewachsen bin ich in der Burgerau und Sevelen. Mit der Heirat und der Familiengründung wurden wir in Grabs ansässig. Durch die darauffolgende Scheidung und später der neuen Liebe wegen hat es mich nach Wildhaus verschlagen. Das war fast auf den Tag genau vor 13 Jahren. In Wildhaus fühle ich mich sehr wohl, wir haben eine gemütliche und moderne Wohnung. Was will man mehr?

Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

Wollen Sie eine ehrliche Antwort? Nicht mit viel! Am Abend nach der Arbeit bin ich jeweils so kaputt, dass ich nur noch die Füsse hochlege und die Ruhe geniesse. Am Sonntag erhole ich mich aber auch gerne bei einem Spaziergang in unserer zurzeit farbenfrohen Natur.

Welches Land würden Sie gerne bereisen?

Griechenland! Gerne würde ich die Landschaft und die Postkarten­motive mit den weissen Häusern und den blauen Holzläden vor Ort sehen. Ich stelle mir das sehr idyllisch vor.

Wohin würden Sie nicht reisen?

Heute? In die Türkei. Das nur ­wegen der aktuellen politischen Lage, vor ein paar Jahren sah das noch ganz anders aus. Und ich hoffe, es ändert auch bald wieder. Denn allgemein sind die Türken sehr gastfreundliche und hilfs­bereite Menschen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen. Eigentlich haben sie es gar nicht verdient, dass man ihr schönes Land aus politischen Gründen nicht mehr bereisen möchte. Viele Mitarbeiter in den Ferienanlagen sind darauf angewiesen, dass die Touristen kommen. Das Ausbleiben der Gäste ist für sie existenzbedrohend. Leider.

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