Alter «Ochsen» verschwindet

Jetzt wird auch von aussen ersichtlich, dass das alte und prägende «Ochsen»-Gebäude im Grabser Ortszentrum verschwindet. Mit dem Neubau soll das Ortszentrum aufgewertet werden.

Thomas Schwizer
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Die Rückbauarbeiten am bergseitigen Gebäude der Liegenschaft sind bereits in vollem Gange. (Bild: Thomas Schwizer)

Die Rückbauarbeiten am bergseitigen Gebäude der Liegenschaft sind bereits in vollem Gange. (Bild: Thomas Schwizer)

GRABS. Seit einigen Wochen sind im Innern der alten «Ochsen»-Überbauung im Grabser Zentrum Abbrucharbeiten im Gange.

Roland Müller von der mit den Abbrucharbeiten beauftragten Käppeli AG in Sargans wählt aber bewusst nicht die Bezeichnung Abbruch, sondern spricht von Rückbau. «Was recycelt, also wiederverwendet werden kann, wird aufbereitet», sagt Müller auf Anfrage des W&O.

Wegen des grossen Gebäudekomplexes werden die Rückbauarbeiten gemäss Müllers Schätzung circa fünf Wochen dauern. Als erstes wird das hintere Gebäude verschwinden, erst später folgt der eigentliche «Ochsen», der seit einem Brand vor gut zwei Jahren leer gestanden ist.

«Zentrum wird aufgewertet»

Jakob Wyss, Inhaber der Bauherrin Immobiliengesellschaft Thalfeld AG aus Zürich, ist davon überzeugt, dass die neue Überbauung mit 31 Mietwohnungen ein Renditeobjekt mit Potenzial sein wird. Sie sei eine klare Aufwertung des Dorfzentrums. Diese Einschätzung teilen auch die Grabser Bauverwaltung und der Gemeinderat. «Wir sind dem Projekt gegenüber positiv eingestellt», betont Ursi Dietsche von der Bauverwaltung.

Bewilligungsprozedere dauert

Der von Wyss kritisierte (zu) lange Verlauf des Baubewilligungsverfahrens sei nicht durch das Grabser Bauamt oder die Behörden verursacht, so Dietsche. Die Bewilligungen für Abbruch und Neubau hätten erst am 13. April dieses Jahres erteilt werden können, nachdem die Bauherrschaft alle verlangten Unterlagen eingereicht habe. Ausserdem hätten zuerst Einsprachen von Anwohnern rechtskräftig erledigt werden müssen. Hier habe die Bauherrschaft mit den Einsprechern aktiv gute Lösungen gefunden, attestiert Dietsche.

Nun kann es also, nach einem Schadstoffscreening wegen der ehemaligen chemischen Reinigung, losgehen. ? DIE DRITTE