Alte «Türggä»-Tradition bewahren

Seit über 30 Jahren pflegt der Ortsbürgerbund Buchs den Brauch der «Türggä-Usschelletti». Den Ribelmais ernteten Helfer von Hand. Anschliessend wurde er bei einem gemütlichen Anlass geschält und für ein Jahr zum Trocknen am Dachgiebel aufgehängt.

Melanie Steiger
Drucken
Teilen
Viele freiwillige Helfer pflegten die Tradition der «Türggä-Usschelleti» in Buchs. (Bild: Melanie Steiger)

Viele freiwillige Helfer pflegten die Tradition der «Türggä-Usschelleti» in Buchs. (Bild: Melanie Steiger)

BUCHS. Voller Tatendrang erwarteten die Beteiligten der «Türggä-Usschelleti» im Werkhof Rietli den Ribelmais. Mehr als 30 Leute trafen sich am Freitagabend, um die Pflanze zu schälen. Damit man den Mais aber noch aufhängen kann, liessen sie zwei Blätter übrig. Anschliessend wurde er zum Trocknen an den Dachgiebeln aufgehängt. Ein Jahr später wird der Mais in die Mühle transportiert und zu Mehl verarbeitet. Ernst Senn, Präsident des Ortsbürgerbundes Buchs, stellt für diese Tradition einen Teil seines Feldes zur Verfügung. Einige Tage vor dem Anlass pflückten Freiwillige die Pflanze von Hand.

Heute geselliger Anlass

Früher trafen sich die Bauern zu Hause, schälten den Mais und lagerten ihn im Estrich. Damit er vor Mäusen geschützt war, hängten sie ihn auf. Heute ist dies aber ein geselliger Anlass. «Toll ist, dass heuer so viele junge Leute gekommen sind. So können wir die Tradition über eine längere Zeit bewahren», freut sich Ernst Senn.

Geschickte Arbeitsteilung

Während einige den «Türggä» schälten, nahmen andere jenen vom vergangenen Jahr am Dachgiebel ab. Sobald die letzten «Türggä» abgenommen waren, konnten die frischen aufgehängt werden. Sie trocknen nun bis zur nächsten «Türggä-Usschelleti». «Der Unterschied zum normalem Mais ist, dass Ribelmais eine fast weisse Farbe hat und glutenfrei ist», erklärt Ernst Senn. Nach getaner Arbeit gab es für die hungrigen Teilnehmer eine Käseplatte mit Maisbrot.

Aktuelle Nachrichten