ALT ST.JOHANN: Zeitreise vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Als Dank für die Treue zum Förderverein wurden die Mitglieder sowie weitere Musikfreunde zu einem Konzert mit Organistin Heidi Bollhalder und dem Chor Cantacanti eingeladen. Kurz vor Beginn am Mittwochabend war die reformierte Kirche in Alt St. Johann fast bis auf den letzten Platz besetzt.

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Auftritt des Jugendchors Cantacanti. (Bild: Adi Lippuner)

Auftritt des Jugendchors Cantacanti. (Bild: Adi Lippuner)

Als Dank für die Treue zum Förderverein wurden die Mitglieder sowie weitere Musikfreunde zu einem Konzert mit Organistin Heidi Bollhalder und dem Chor Cantacanti eingeladen. Kurz vor Beginn am Mittwochabend war die reformierte Kirche in Alt St. Johann fast bis auf den letzten Platz besetzt. Es herrschte erwartungsvolle Stimmung, war doch eine musikalische Zeitreise vom Mittelalter bis zur Gegenwart angekündigt. Philipp Kamm, Vorstandsmitglied des Fördervereins Klangwelt, begrüsste die Konzertbesucher mit den Worten: «Es ist ein lieb gewordener Brauch, dass wir alle zwei Jahre am Abend vor dem Auffahrtstag ein Konzert veranstalten.» Der Jugendchor Cantacanti der Kantonsschule Wattwil steht seit August 2014 unter der Leitung von David Müller. Mit dem musikalischen Repertoire von der Renaissance bis heute wird die ganze Welt umspannt und mit Jazzstandards, Popsongs und Musicals bereichert. Damit hält der Chor die Tradition, welche Max Aeberli begründete, aufrecht.

Die Konzertbesucher kamen in den Genuss eines Gregorianischen Glorias, wobei der Chor auf der Empore sang. Bei «O Che bon Eccho» standen die Jugendlichen vorne in der Kirche und wie der Titel versprach, bildeten einige Sängerinnen das Echo auf der Empore. Ob begleitet von der Orgel, a cappella gesungen, als Klein- oder Gesamtchor, am Klavier begleitet, die Jugendlichen überzeugten mit Präzision, Harmonie und grosser Singfreude.

Wer anders als der Jugendchor Cantacanti kann ein so melodiöses Miau in allen Tonlagen präsentieren. «Cat’s meow» zauberte nicht nur den Sängerinnen und Sängern, sondern auch den Zuhörenden ein Lächeln auf die Lippen und wurde mit lange anhaltendem Applaus quittiert.

Sozusagen ein Heimspiel hatte die Organistin Heidi Bollhalder. Aufgewachsen in Unterwasser, bildete die Orgel in Alt St. Johann die Grundlage für ihre spätere Karriere. Wie virtuos sie auf «der Königin der Instrumente» spielt, bewies sie mit der Sonate Nr. 1 in c-Moll, dem Präludium und Andante von Joseph Rheinberger. Ob raumfüllender Klang oder ganz zart, die Klänge gingen direkt ins Herz. (adi)

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