Allzeit bereit für ganz viel Schnee

Der wenige Schnee schlägt sich auf die Gästezahlen sowohl im Obertoggenburger Skigebiet als auch auf dem Pizol nieder. Beide Bergbahnbetreiber hoffen nun auf die tiefen Temperaturen und die angesagten Niederschläge.

Katharina Rutz
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Wer den Weg auf die Gamsalp im Skigebiet Wildhaus auf sich nahm, fand dort gestern trotz wenig Schnee gute Skipisten vor. (Bild: pd)

Wer den Weg auf die Gamsalp im Skigebiet Wildhaus auf sich nahm, fand dort gestern trotz wenig Schnee gute Skipisten vor. (Bild: pd)

REGION. Die Besucherzahlen sind deutlich niedriger als in einem tiefwinterlichen Dezember mit bis zu 10 000 Gästen im Obertoggenburg pro Tag. «In der ganzen Region zählen wir zurzeit täglich rund 2000 Gäste», sagt Urs Gantenbein, Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus AG. Auch auf dem Pizol gibt es mangels Schnee weniger Gäste als andere Jahre. «Im Vergleich zum Dezember 13/14 haben wir aktuell rund 56% weniger Gäste», sagt Simon Meyer, Leiter Marketing und Vertrieb der Pizolbahnen AG. «Im Vergleich zum Vorjahr haben wir zwar rund 15% mehr Gäste. Dies ist aber auf die höhere Anzahl Betriebstage in diesem Winter zurückzuführen. Der Umsatz ist aber leider tiefer als letzten Winter. Der Hauptanteil der Zutritte kommt von Abonnenten», ergänzt Meyer.

Mehr als bereit für Schnee

Die Wetterprognosen stellen nun tiefere Temperaturen und sogar Niederschläge in Aussicht. «Wir konsultieren die Wetterprognosen jeden Tag. Die ganz grossen Schneemengen sind aber noch nicht angesagt. Wir sind jedoch allzeit bereit, um bei Schneefall die weiteren Pisten zu präparieren und zu öffnen», sagt Meyer. «Aktuell rechnen wir aber eher nicht damit, dass der Vollbetrieb noch in diesen Weihnachts-/Neujahrsferien aufgenommen werden kann.»

In Wildhaus rechnet Urs Gantenbein damit, dass kontinuierlich weitere Pisten in Betrieb genommen werden können. «Dies einerseits dank der technischen Beschneiung, andererseits sind auch noch Schneefälle angesagt. Der Wetterbericht für Anfang des neuen Jahres lässt uns auf jeden Fall hoffen», sagt er.

So viel wie möglich beschneien

Sobald die Temperaturen die technische Beschneiung zulassen, werden beide Bergbahnunternehmen sofort wieder mit der Beschneiung starten. Während in Wildhaus 40 Prozent der Pisten technisch beschneibar sind, können auf dem Pizol nur 13 Prozent künstlich mit Schnee versorgt werden. Für Urs Gantenbein ist die technische Beschneiung der Pisten enorm wichtig. «Nur dank der Beschneiungsanlagen sind wir noch im Rennen», sagt er. Ausserdem ist er überzeugt, dass auch allein mit technisch produziertem Schnee «eine qualitativ sehr gute Piste möglich ist».

Alternative Angebote

Trotz des wenigen Schnees haben die beiden Skigebiete viel unternommen, um den Wintergästen dennoch etwas zu bieten. So wurde in Wildhaus der Kinderskilift in höhere Gefilde gezügelt und ein Teil des Funparks Snowland.ch wurde auf 1700 Meter Höhe plaziert. «Den Gästen standen und stehen aber auch die Winterwandermöglichkeiten und, sonnenhalb, auch die Wandermöglichkeiten zur Verfügung», sagt Gantenbein. Die Stimmung sei deshalb bei den warmen Sonnenstrahlen über all die Tage bei den Gästen sehr gut gewesen.

Auf dem Pizol wurden gar zusätzliche Winterwanderwege und eine Schlittelstrecke bei der Pizolhütte präpariert. «Sehr beliebt ist die Natureisbahn auf dem Wangsersee. Es ist das erste Mal, dass dort Schlittschuh gelaufen werden kann. Mit 2206 Metern über Meer ist es vermutlich eine der höchsten Natureisbahnen von Europa», so Meyer.

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