ALLGEMEIN: Eine Reise in die Vergangenheit

Ex-Fussballnationaltrainer Köbi Kuhn war schon mal im Werdenberg. An diese Episode seines Lebens, die ihm erzählt wurde, erinnert er sich gerne. Gemeinsam mit Jacques Kuhn betreibt er nun Ahnenforschung.

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Köbi Kuhn, Jacques Kuhn (vorne von links), Niklaus Lippuner, Veronika Kuhn und Kurt Scheidegger (hinten von links). (Bild: Robert Kucera)

Köbi Kuhn, Jacques Kuhn (vorne von links), Niklaus Lippuner, Veronika Kuhn und Kurt Scheidegger (hinten von links). (Bild: Robert Kucera)

Sie heissen gleich. Jacques und Köbi Kuhn sind beide «Jakobs» und sind wiederum Söhne eines Jakob Kuhn. Enden hier die Gemeinsamkeiten? «Wir sind verwandt – wir wissen aber noch nicht, wie nahe», äussert sich Jacques Kuhn. Er lud seinen Namensvetter ins Werdenberg zu einem Anlass des Lernfestivals ein und um mit ihm Verwandtschaftsabklärung zu betreiben. Mit dabei am Apéro auf dem Schloss Werdenberg, wo eifrig diskutiert und geredet wurde, waren unter anderen Jacques Kuhns Frau Veronika (Präsidentin Einwohnerverein Werdenberg), der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner und Kurt Scheid­egger, Geschäftsführer Schloss Werdenberg.

Fit sein und Spass haben

Das Lernfestival, dessen Leiter Jacques Kuhn ist, findet heuer das ganze Jahr über mit zehn bis zwanzig Anlässen statt. Am Donnerstag lautete das Thema «Fit für die Zukunft». Unternehmer, Pensionierte und Lehrer nahmen daran teil. «Es ist wichtig, dass man sich geistig, körperlich und seelisch fit hält», sagt Kuhn und misst der Entschleunigung eine hohe Bedeutung zu. Als weitere Fitness-Tipps empfiehlt er Sport zu treiben, sich mit aktuellen Themen zu beschäftigen sowie gute Freundschaften und das Familienleben zu pflegen. Das Wohlbefinden steht hier in Zentrum. Bei seinem Namensvetter Köbi Kuhn ist es was anderes: «Spass ist wichtig.» Aus seiner Zeit als Fussballer und Trainer bestätigt er, dass ohne Spass nichts geht. «Aber das habe ich den Spielern sicher nicht jeden Tag erzählt», sagt er und lacht. Aus Spass an der Sache wird oft Leidenschaft. Wenn Leute in die eigene Tasche greifen, um mitzuhelfen, dass was entsteht oder bestehen bleibt.

Hilfe aus dem Werdenberg

Womit Köbi Kuhn bereits mitten in seiner Familiengeschichte ist. Denn seinerzeit reiste seine Mutter mit dem damaligen Dreikäsehoch zur Verwandtschaft ins Werdenberg. Der Grund: Der Patron seines Vaters war gestorben, um die Schreinerei zu kaufen, benötigte Jakob Kuhn Geld. Von der Reise weiss der ehemalige Nati-Trainer natürlich nur von der Mutter.

Doch diese neuerliche Reise ins Werdenberg geht noch weiter in die Vergangenheit. «Wir sind der Sache nachgegangen, haben ein paar Sachen aufgegleist», berichtet Jacques Kuhn über die ­Ahnenforschung. «Wir haben rund zwei Stunden über Verwandtschaft und Verknüpfungspunkte diskutiert», so der Grabser. Nach diesen ersten guten Anfängen wird die Suche, so lässt Jacques Kuhn durchblicken, bei einem Spaziergang hoch zum Uetliberg fortgesetzt. (kuc)