Alle sollen Spass haben

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Den Eindruck von Trauerzug und Totenstille konnten Veranstalter, Zuschauer und Umzugsteilnehmer in Gams und Trübbach nicht teilen. Negative Stimmen wurden nach dem Kinderumzug in Vaduz in einer Liechtensteiner Zeitung laut –und in den sozialen Medien. Die Kritik richtete sich gegen die Organisatoren und ihre neuen Regeln für die Fasnachtsumzüge in der Region. Offenbar haben einige Wagengruppen in Vaduz trotzig die Musik in ihren Gefährten ganz ausgeschaltet. Dies sorgte, zusammen mit den zu grossen Abständen zwischen den Gruppen und der vergleichs- weise geringen Zahl an Guggenmusiken, für einen gar leisen Umzug.

Dass die Neuerungen auch positiv umgesetzt werden konnten, bewiesen die Umzüge in Gams und Trübbach. Es herrschte eine tolle Stimmung, die vielen Zuschauer waren dankbar, dass der ohrenbetäubende Lärm aus den Lautsprechern der Barwagen ausblieb und sie stattdessen eine an- genehme Lautstärke und die Guggenmusiken geniessen konnten. Guggen und Fussgruppen freuten sich, dass es nicht dicht vor oder hinter ihren Ohren dröhnte.

Nach dem Umzug in Gams klingelten die Kassen der Barwagen. Das beweist: Nicht die Lautstärke entscheidet, sondern die gute Stimmung. Und letztlich soll die Fasnacht vor allem ein Familienfest sein. Ohne Lärm, der Mark und Bein erschüttert und Zuschauer vertreibt, macht sie letztlich (fast) allen mehr Spass.