AHV plus: Angstmacherei

Jetzt wird wieder kräftig Angst geschürt. «Die Schweiz verkraftet das nicht» oder «Es bedroht die Sozialwerke»: Mit solchen Schlagwörtern wird Stimmung gemacht. Da wird die Zahl von 5 bis 13 Milliarden Mehrausgaben bis 2030 prognostiziert.

Mathäus Gantenbein, Stockenhofstrasse 5, Grabs
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Jetzt wird wieder kräftig Angst geschürt. «Die Schweiz verkraftet das nicht» oder «Es bedroht die Sozialwerke»: Mit solchen Schlagwörtern wird Stimmung gemacht. Da wird die Zahl von 5 bis 13 Milliarden Mehrausgaben bis 2030 prognostiziert. Aber das hat mit der AHVplus-Initiative überhaupt nichts zu tun. Diese Erhöhung ist mit den je 0,4% finanziert. Bereits bei der Abstimmung zur 11. AHV-Revision, welche das Volk abgelehnt hat, wurde vom Bundesrat im Jahr 2000 prognostiziert: Wenn das Volk Ja sagt, werde in den Jahren 2009 und 2010 eine Deckungslücke von je rund 4 Milliarden Franken entstehen. Trotzdem verbuchte die AHV Gewinne in Milliardenhöhe. Sicher ist, dass bei rund 60% der Pensionierten die AHV die Haupteinnahme ist, allenfalls noch eine kleine Rente. Brauchte es vor 20 Jahren zur Bezahlung der Miete und der Krankenkasse rund 30% der AHV, sind es heute schon 60% – und die Krankenkassenprämien steigen und steigen. Nächstes Jahr wieder 5%, aber viele Krankenkassen erhöhen die Prämien massiv mehr!

Wie ist es mit den Pensionskassen? Sie kommen immer mehr unter Druck. Die Umwandlungssätze werden weiter gesenkt, die Pensionierten erhalten immer weniger ausbezahlt. Schon heute zahlen die Arbeitnehmer/Arbeitgeber monatlich zusammen 19% und mehr an Beiträgen ein! Weitere Erhöhungen werden folgen.

Darum braucht es heute mehr denn je eine starke AHV. Die Rentenerhöhung lässt sich über nur je 0,4 Lohnprozente für Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanzieren, zumal seit 2000 die Sozialabgaben der Arbeitgeber um 0,7% gesunken sind. Zum Vorwurf des Giesskannenprinzips: Natürlich brauchten viele Reiche keine Erhöhung. Doch die AHV ist solidarisch, und man bedenke, dass die Reichen mit ihren hohen Gehältern und Boni einen wesentlichen Teil in die AHV einzahlen. Zudem verzichten viele auf die AHV.

Zum Vorwurf, die Jungen müssten zahlen: Auch die Jungen werden älter, aber vielleicht brauchen sie dannzumal mehr als je eine starke AHV, vor allem, wenn die Pensionen immer mehr sinken. Auch wir haben dazumal für unsere Alten solidarisch einbezahlt. Ich stimme der AHVplus-Initiative auch zu, weil die Nationalratskommission die 70 Franken Erhöhung, welche der Ständerat beschlossen hat, einfach so gestrichen hat und weiter das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre anheben will. Das Volk lässt grüssen, die nächste AHV-Abstimmung kommt bald! Die Erhöhung von 200 und 350 Franken verschwindet nicht einfach unterem Kopfkissen. Die rund 3,5 Milliarden Franken werden wieder ausgegeben und fliessen in die Wirtschaft. Das Land braucht eine starke AHV, darum stimme ich am 25. September 2016 der AHVplus-Initiative mit Überzeugung zu.

Eine starke Frau an der Spitze

Jeanette Mösli Koch setzt sich seit Jahren für (soziale) Anliegen in der Gemeinde Grabs ein – als Gemeinderätin und in der Kinderbetreuung. Als Präsidentin des Vereins Kinderbetreuung Grabs-Gams-Sennwald hat sie die Kinderbetreuung in Grabs massgebend aufgebaut und gestaltet. Es ist ihrem unermüdlichen und meist ehrenamtlichen Einsatz, ihrem betriebswirtschaftlichen und weitsichtigen Denken und ihrer Führungsstärke zu verdanken, dass wir in Grabs über eine fortschrittliche Betreuungsinfrastruktur verfügen. Als stellvertretende Präsidentin des Vereins Kinderbetreuung von 2008 bis 2013 erlebte ich den Einsatz von Jeanette Mösli Koch in einem schwierigen Umfeld hautnah. Immer wieder musste sie sich Problemen hinsichtlich der Akzeptanz der ausserfamiliären Kinderbetreuung als auch der Beschaffung von Mitteln stellen. Als Präsidentin ist es ihr gelungen, den Verein gesund wachsen zu lassen und die Mittel verantwortungsvoll einzusetzen. Sie führt den Verein und dessen heute über 25 Mitarbeiter mit Umsicht und Elan.

Ich wähle Jeanette Mösli Koch als Schulratspräsidentin – wegen ihres Verständnisses für die Anliegen in Grabs, ihrer Kompetenz und weil sie das Herz am rechten Fleck hat. Ausserdem kann eine starke Frau in einer Führungsposition der Verwaltung nur guttun!