Ärzte haben Spital im Fokus

Der Kantonsrat wird diese Woche über die Investitionen in die Infrastruktur Beschluss fassen. An der HV des Ärztevereins Werdenberg-Sargans informierte Generalsekretär Roman Wüst über den Stand der Dinge.

Heidy Beyeler
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Intensives Gespräch zum Thema Spital: Thomas Warzinek (links) und Roman Wüst. (Bild: Heidy Beyeler)

Intensives Gespräch zum Thema Spital: Thomas Warzinek (links) und Roman Wüst. (Bild: Heidy Beyeler)

BAD RAGAZ. In seinem Referat zur Spitalversorgung fasste Roman Wüst, Generalsekretär des Gesundheitsdepartementes, vor zahlreichen Ärztinnen und Ärzten der Region zusammen, worum es in der ganzen Diskussion um die Investitionsplanung für die Spitalversorgung im Kanton St. Gallen geht. An den Standorten Grabs und Linth ist der Umsetzungsbeginn für 2015/16 geplant. Für das Zentrumsspital St. Gallen und das Ostschweizer Kinderspital sowie für die Spitäler Altstätten und Wattwil ist der Beginn auf 2016/17 vorgesehen.

Standort wird nicht diskutiert

Am kommenden Mittwoch und Donnerstag wird der Kantonsrat anlässlich einer ausserordentlichen Session über die Investitionen in die Infrastuktur der öffentlichen Spitäler sowie über die Gewährung eines Darlehens an die Stiftung Ostschweizer Kinderspital befinden. Und zum Schluss der Session stehen parlamentarische Vorstösse wie Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland und Liechtensteinisches Landesspital Vaduz zur Debatte: Die Grundlagen für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die Regelung des Verhältnisses zwischen Baukosten und Honoraren sowie ausserkantonale Spitalbehandlungen sind traktandiert. «Es geht diese Woche nicht um die Standortfrage Rüthi», betonte Wüst.

Thema, das bewegt

Eingangs zu seinem Referat erinnerte Roman Wüst daran, dass die Strukturen und die Zustände in den Spitälern längst veraltete seien. Die entfachte Diskussion um den Standort Rüthi sei für viele Leute ärgerlich, weil der Entscheid für einen neuen Standort auf der grünen Wiese eine unvertretbare Verzögerung mit sich zöge. Im Gegensatz zu Rüthi sei das Grundstück in Grabs gesichert. «In den Verhandlungen geht es nur noch um den Preis.»

Der Generalsekretär erinnerte daran, dass das Parlament schon fünf Jahren zuvor auf ein Postulat für einen Neubau im Rheintal nicht eingetreten ist. Franz Limacher, Gynäkologe in Grabs, bestärkte im Anschluss an die Ausführungen die Aussagen von Roman Wüst. Der Standort Grabs sei wichtig. Man müsse in dieser Diskussion auch an die Spital-Mitarbeitenden und an die grosse Akzeptanz der Bevölkerung denken. Nicht zu vergessen sei aber auch in unterschiedlicher Hinsicht die gute Lage des Grabser Spitals. Franz Limacher seinerseits sensibilisierte auf die Nachhaltigkeit im Hinblick auf die nächsten Generationen.

In seinem Jahresbericht blickte Präsident Thomas Warzinek nochmals auf das vergangene Jahr des Ärztevereins Werdenberg-Sargans zurück, das vom 150-Jahr-Jubiläum geprägt war. Angefangen mit der erfolgreichen Festschrift «Fortschritt durch Bildung, Wissenschaft und Zusammenarbeit». «Das informative Buch über die Medizingeschichte in unserer Region stiess auf grosses Interesse und hat so auch in wichtigen Bibliotheken und Archiven der Schweiz Platz gefunden. Ebenso stiess die Ausstellung im Schloss Werdenberg in der Öffentlichkeit auf grosses Interesse. Einen Höhepunkt bildete schliesslich der Galaabend mit zahlreichen Ehrengästen», bekräftigte der Präsident.

Herzhaft Gsund zeigt Wirkung

Gaudenz Bachmann, Leiter Amt für Gesundheitsvorsorge Kanton St. Gallen, berichtete dem Ärzteverein Werdenberg-Sargans im vergangenen Mai, dass in unserer Region sich die Übererblichkeit an Brust- und Dickdarmkrebs zusehends dem kantonalen Durchschnitt annähern konnte. Man dürfe davon ausgehen, dass Herzhaft Gsund dabei eine Rolle gespielt habe.

Die Übersterblickeit an Herz-Kreislauferkrankungen bestehe jedoch weiterhin. Deshalb widme sich Herzhaft Gsund, wie schon 2013 auch im laufenden Jahr diesem Thema.

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