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Adolf Muschg liest auf dem Schloss

Werdenberg Zur Einstimmung ins neue Jahresthema öffnet das Schloss Werdenberg bereits am 26. Januar um 19 Uhr wilde Seiten am warmen Kachelofen in der Landvogtstube: Der 82-jährige Schweizer Autor Adolf Muschg führt ein ins Thema Wild, ins weite Spektrum von den Abgründen der Natur bis hin zu unseren eigenen, menschlichen Abgründen.

Muschg liest aus «Der weisse Freitag», seinem neuesten und vielleicht persönlichsten Buch. Er folgt darin Johann Wolfgang von Goethes Spuren über den winterlichen Furkapass – und findet am Ende zu sich selber. Goethes zweite Schweizer Reise, in deren Verlauf der damals 30-Jährige am «weissen Freitag», dem 12. November 1779, partout mit seinem Dienstherrn und drei Begleitern den schneebedeckten Furka-Pass überschreiten will, hätte leicht seine letzte sein können: Der neunstündige Fussmarsch durch den mannshohen Neuschnee ist ein waghalsiges Unterfangen.

Muschg liest Goethes «weissen Freitag» als Wette mit dessen eigenem Schicksal, als Gegenstück zu Fausts Teufelswette. Zugleich ist die Erzählung ein Kommentar zu Muschgs persönlicher Krankheitsgeschichte. Die Erzählung dreht sich um unseren Umgang mit dem Risiko, dem auch der zivilisierte Mensch ausgesetzt ist, weil er es als Naturgeschöpf mit Kräften zu tun hat, die er nicht beherrschen kann. (pd)

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