Acht Künstler brechen auf – mit über hundert Exponaten

REGION. Die Gruppe «Kunst-Farb-Form» ist eine Gruppe von Künstlern aus der Region, die im Kulturzentrum Küefer-Martis-Huus in Ruggell zum Thema «Aufbruch» ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Bis zum 22. März sind dort über hundert Bilder, Fotografien, Objekte, Collagen und Installationen ausgestellt.

Heidy Beyeler
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Grund zur Freude: Regionale Künstler stellen im Küefer-Martis-Huus in Ruggell ihre Werke aus. (Bild: Stefan Trefzer)

Grund zur Freude: Regionale Künstler stellen im Küefer-Martis-Huus in Ruggell ihre Werke aus. (Bild: Stefan Trefzer)

REGION. Die Gruppe «Kunst-Farb-Form» ist eine Gruppe von Künstlern aus der Region, die im Kulturzentrum Küefer-Martis-Huus in Ruggell zum Thema «Aufbruch» ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Bis zum 22. März sind dort über hundert Bilder, Fotografien, Objekte, Collagen und Installationen ausgestellt.

Aufbrechen zu einem Besuch der Ausstellung und eintauchen in eine besondere Welt lohnt sich alleweil, weil es im Kulturzentrum in Ruggell einen Reichtum an Kreativität und grundverschiedener künstlerischer Ausdrucksweisen zu entdecken gibt.

Die Individualität lebt

Wolfram Kaiser, Buchs, liebt das Ausprobieren. Für ihn ist der Weg zu seinem Kunstwerk viel wichtiger als beispielsweise das vollendete Werk. In Ruggell stellt er über 50, mehrheitlich kleinformatige, Bilder aus, die ein uneinheitliches – sprich vielfältiges Bild seines Schaffens darstellen.

Heidi Lippuner, Buchs, befasst sich – nebst dem Fotografieren – mit edlen Textilen und malt auf Crêpe de Chine, Crêpe Satin und Pongé. Ihre Wandbilder und Grusskarten verarbeitet sie vorzugsweise anhand eigener Fotos und Entwürfen. Für sie ist die Natur eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.

Das Hauptthema des Kunstschaffens von Doris Bösch, Werdenberg, ist geprägt durch Menschen in all ihren Facetten – nicht nur in Form von Installationen, auch in der Fotografie, der Malerei, in Collagen und Performances schlägt sich die Affinität zu Menschen nieder. Das gilt ebenso für Heidy Eggenberger aus Grabs. Sie sagt gegenüber dem W&O: «Im Moment befasse ich mich vor allem mit den verschiedenen Beziehungsformen der Menschen, denen ich in meist sehr reduzierten Figuren Ausdruck verleihe.» Ihre Skulpturen sind augenfällig.

Die Vielfalt ist grenzenlos

Konstruktiv-konkrete Kunst verbindet Graziella Keferstein, Werdenberg, gerne mit historischen Ereignissen, die aber genauso der gesellschaftspolitischen Kritik im Hier und Heute Ausdruck verleihen. Sie fordert mit ihren Ölbildern, Collagen und Installationen die Betrachter heraus, über das Dargestellte nachzudenken.

Die Textilbilder von Gertrud Künzler-Keel zeugen von akkuratem Schaffen, wofür sie sich sehr viel Zeit nimmt. Mit Stoffarten vieler Gattungen, vom aufwendigen Brokat bis hin zur einfachen Nessel, gestaltet sie Geschichten erzählende Wandbilder.

Mit schwarzer Tusche fordert sich Ruth Erika Giger aus Sevelen selber heraus. Sie hat für sich eine Kunsttechnik gefunden, die bereits im 13. Jahrhundert von Zen-Mönchen Anwendung fand. Eine anspruchsvolle Technik, die beim Malen volle Konzentration fordern, weil sie keine Korrekturen erlaubt. Zur Entspannung widmet sie sich auch gerne den Acrylfarben und wählt dort vorwiegend streng geometrische Formen, an denen sie sich «austoben» kann.

International ausgezeichnet

Zu guter Letzt ist auch Franz Bucher mit von der Partie. Der einzige unter den acht Künstlern, der seine Malerei – wenn auch in bescheidenem Masse – als Broterwerb bezeichnen kann. Er wurde im Ausland schon mehrmals mit Preisen ausgezeichnet. In Ruggell Bilder zeigt er Bilder, bei denen «aus dem Chaos von Materialien einzigartige Strukturen entstehen», wie er seine Malexperimente erklärt.

Die Ausstellung im Küefer-Martis-Huus dauert bis zum 22. März und ist jeweils vom Freitag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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