ABSTIMMUNG: Keine Diskussion um Schulhaus

Am 26. November entscheiden die Stimmbürger von Wildhaus-Alt St. Johann über einen Bau- und Ausführungskredit für ein neues Schulgebäude mit drei Klassenzimmern in Wildhaus.

Sabine Schmid
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Anstelle des Provisoriums (links) soll ein neues Schulhaus gebaut werden, das Lehrerhaus (Mitte) wird erneuert. (Bild: Sabine Schmid (August 2016))

Anstelle des Provisoriums (links) soll ein neues Schulhaus gebaut werden, das Lehrerhaus (Mitte) wird erneuert. (Bild: Sabine Schmid (August 2016))

Sabine Schmid

sabine.schmid@toggenburgmedien.ch

Was in den Dörfern diskutiert werde, wollte Gemeindepräsident Rolf Züllig wissen. Es kam keine Antwort von den wenigen interessierten Besuchern, die am Montagabend an der Informationsveranstaltung zur Abstimmung über einen Bau- und Ausführungskredit für den Neubau des Schulhauses Lisighaus teilnahmen. Wohl aber meinte ein Bürger, dass jetzt ein guter Vorschlag vorliege und man endlich einem Schulhaus-Projekt zustimmen könne.

Mehr Platz schaffen für mehr Schulkinder

Dazu sind die Stimmbürger von Wildhaus-Alt St. Johann am 26. November aufgefordert. Zur Abstimmung kommt ein Bau- und Ausführungskredit für ein neues Schulhaus in der Höhe von 5,8 Millionen Franken. «Es wird ein kompakter Bau mit einer hohen Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb», strich Rolf Züllig an der Präsentation hervor. Im Untergeschoss des neuen Gebäudes, das anstelle des Provisoriums aus den 1990er-Jahren gebaut werde, kommen die Werkräume zu liegen. In den drei weiteren Geschossen werden Schulräume und ein grosser Vorraum für je eine Klasse gebaut. «Diese sind flexibel vorgesehen, sodass grössere und kleinere Gruppen darin unterrichtet werden können», präzisierte Schulleiter Stefan Gubler. Ihm sei dies sehr wichtig. Aktuell sind die Schülerzahlen in Wildhaus steigend und die Schulzimmer sind bereits zu klein für die heute rund 75 Primarschulkinder. Andere disponible Räume wie Zimmer für Musikunterricht oder für Logopädie werden im ehemaligen Oberstufenschulhaus und im ehemaligen Lehrerhaus eingerichtet. Letzteres weist eine schlechte Bausubstanz auf. Darum wird es bis auf die Grundmauern abgerissen und im gleichen Stil wieder aufgebaut. Verbunden werden die drei Gebäude durch eine gedeckte Passerelle.

Auffallend bei den errechneten Kosten ist die tiefe Veranschlagung bei den Kosten für die Ausstattung. «Die Schule habe in den vergangenen Jahren laufend investiert», sagte Stefan Gubler. «Beispielsweise wurden für alle Schüler neue Bänke und Stühle angeschafft. Diese würden selbstverständlich behalten», so der Schulleiter.

Eigenkapital wird nicht angetastet

Gemeindepräsident Rolf Züllig informierte die Anwesenden ebenfalls über die Finanzierung. «Ja, wir können uns das Schulhaus leisten», sagte er. Gute Ergebnisse in den vergangenen Jahren haben das Eigenkapital anwachsen lassen. Dies, obwohl die Gemeinde zusätzliche Abschreibungen vorgenommen habe. Heute verfügt die Gemeinde über Eigenmittel von rund 5 Millionen Franken. «Dies sei für eine Gemeinde in der Grösse von Wildhaus-Alt St. Johann sehr viel», sagte Rolf Züllig. Darum schlage der Gemeinderat auch eine Senkung des Steuerfusses um 10 Prozentpunkte vor.

Mit der Investition des neuen Schulhauses sieht die Finanzplanung der Gemeinde für die kommenden Jahre einen leichten Aufwandüberschuss vor. Rolf Züllig beunruhigt dies in keinem Masse, denn mit nur wenig mehr Steuereinnahmen könne sich dieser schnell in einem Ertragsüberschuss umkehren, weiss er aus Erfahrung.