Ab 2020 soll es klingen

Gestern Montagabend wurde in Wildhaus über die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans Klanghaus informiert. Läuft alles nach Plan, soll das Klanghaus 2020 eröffnet werden.

Thomas Schwizer
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«Ein wirklich ganz spezieller Ort»: Der etwas weiter zurückversetzte Standort des Klanghauses bringt eine faszinierende Einbettung in die Landschaft, ermöglicht aber auch die Erweiterung der Landschaftsschutz- und Pufferzone rund um den Schwendisee. (Bild: Visualisierung: pd)

«Ein wirklich ganz spezieller Ort»: Der etwas weiter zurückversetzte Standort des Klanghauses bringt eine faszinierende Einbettung in die Landschaft, ermöglicht aber auch die Erweiterung der Landschaftsschutz- und Pufferzone rund um den Schwendisee. (Bild: Visualisierung: pd)

WILDHAUS. Rund zwei Jahre ist es her, seit die beiden St. Galler Regierungsräte Willi Haag und Martin Klöti die Bevölkerung im obersten Toggenburg ausführlich über das aktuelle Klanghaus-Projekt am Schwendisee informierten.

Morgen startet die Planauflage

Seither war es diesbezüglich etwas ruhiger, aber gestern abend wurde klar, dass im Hintergrund viel Detailarbeit geleistet wurde. Der Gestaltungsplan Klanghaus und der dazugehörende Teilzonenplan werden ab morgen Mittwoch öffentlich auflegen, bereits nächstes Jahr soll der Kantonsrat darüber befinden. Läuft alles rund, könnte das Klanghaus im Jahr 2020 eröffnet werden.

Bauminister Willi Haag und Kulturminister Martin Klöti informierten gestern Montag die Medien und die Bevölkerung der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann persönlich über Details zum Projekt, das nun endgültig Fahrt aufnehmen soll. So war zu erfahren, dass nach Ablauf der 30tägigen Planauflage die Bauvorlage erarbeitet und bereits 2015 im St. Galler Kantonsrat beraten werden soll.

Baukosten sollen tiefer liegen

Im Jahr 2016 ist die kantonale Volksabstimmung geplant. Die Überarbeitung des Siegerprojektes aus dem Vorprojekt zeigt, dass die Baukosten gegenüber dem Vorprojekt rund 10 Prozent tiefer liegen. Es wird nun mit rund 25 Mio. Franken gerechnet. Die Summe ist in der Investitionsplanung des Kantons St. Gallen berücksichtigt. Regierungsrat Martin Klöti zeigte sich gestern zuversichtlich, dass der kantonale Beitrag durch Gelder von Privaten um 5 Mio. Franken entlastet werden kann. Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann selbst soll an die Baukosten nichts beitragen müssen, war gestern von Gemeindepräsident Rolf Züllig zu erfahren.

Bewilligt das Stimmvolk den Baukredit, könnte im Jahr 2018 der Bau beginnen, mit einer Eröffnung des Klanghauses wäre dann bis 2020 zu rechnen.

Wertschöpfung schaffen

Die wirtschaftliche und touristische Bedeutung des Klanghauses für das Obertoggenburg betonten neben den Regierungsräten auch Rolf Züllig, Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann, und Mathias Müller als Präsident des Vereins Klangwelt Toggenburg. Zwei Drittel der wirtschaftlichen Wertschöpfung seiner Gemeinde stamme aus dem Tourismus, so Züllig. Und was passe besser zum Toggenburg als Klang und das Klanghaus, stellte Müller fest. • DIE DRITTE