«90 Kilo sind zu viel»

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Obwohl er ein paar Kilogramm zu viel mit sich herumschleppt, ist der Felix Honegger aus Gams nicht unzufrieden. Mit dem pensionierten Bähnler hat sich Andrea Müntener unterhalten.

Grüazi Herr Honegger, wie geht es Ihnen?

Eigentlich ganz gut, ich bin gesund und fühle mich pudelwohl, trotz meinen zusätzlichen Kilos zu viel auf den Rippen.

Wie lange wohnen Sie schon im Werdenberg?

Meine Kindheit verbrachte ich in Vilters. Sogleich nach der Schule zog mich die Arbeit bei der RhB ins Bündnerland. Ein paar Jahre später habe ich geheiratet und war lange in Chur wohnhaft. Als unsere Tochter Heidi vor 17 Jahren die Schule beendet hatte, bin ich zusammen mit Lydia, meiner Frau, in die Wanne am Gamserberg gezogen. Dort konnte Lydia ihr Elternhaus übernehmen. Es gibt doch nichts Schöneres, als seine Pension an einem solch’ wunderbaren Ort zu verbringen – die Natur gleich vor der Haustüre. Ich bin dankbar, nicht mehr in der Stadt zu wohnen.

Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

Tagsüber verbringe ich bei dem Sommerwetter sehr viel Zeit ausserhalb des Hauses. Wer ein Eigenheim und ein bisschen Umschwung hat weiss, dass es immer etwas zu tun gibt. Dazwischen muss ich natürlich auch ein bisschen «ruaba», ich bin ja schliesslich keine zwanzig mehr! Ausserdem bin ich gerne mit dem Velo oder mit den Walking-Stöcken unterwegs. Und genau deswegen sollte ich etwas abspecken. Es wäre um einiges ringer zum Walken, wenn der Bauch etwas kleiner wäre. Zudem gehen Lydia und ich jeden Morgen in den Ausgang. Unseren Zmorgakafi trinken wir von Montag bis Samstag immer auswärts. Das sind Vorteile der Pensionisten.

Trinken Sie viel Kaffee?

Nein, überhaupt nicht. Ich trinke nur die zwei Tassen am Morgen. Dafür geniesse ich umso mehr Tee, man könnte sagen ich bin ein richtiger Teeliebhaber. Ingwer- und Brennnesselntee sind derzeit meine absoluten Favoriten.

Haben Sie eine geheime Sucht?

Süsses! Ich mag unheimlich gerne Schoggi, Kuchen, und jetzt, wo der Sommer kommt, könnte ich täglich Glace schlemmen. Aber eben... die Zahl 90 blinkt rot auf meiner Waage auf. Schön wäre, wenn ich fünf bis zehn Kilogramm wegbrächte. Ich denke, beim Nordic Walking würde ich den Berg rauf jedes einzelne Kilogramm weniger merken.