50 Jahre Herz-Jesu-Kirche gefeiert

Die Herz-Jesu-Kirche wurde vor einem halben Jahrhundert eingeweiht. Am Sonntag feierte die Kirche dieses Jubiläum mit diversen Musikdarbietungen. Das Publikum war begeistert. Die Kollekte kommt den Flüchtlingen zugute.

Melanie Steiger
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Das Orchester und die Chorsänger beeindruckten die Zuhörer mit der Messe F-Dur von Franz Schubert. (Bild: Melanie Steiger)

Das Orchester und die Chorsänger beeindruckten die Zuhörer mit der Messe F-Dur von Franz Schubert. (Bild: Melanie Steiger)

BUCHS. Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums ihrer Kirche präsentierte die Katholische Kirchgemeinde Buchs am vergangenen Sonntag den ganzen Tag über diverse Musikdarbietungen und Gottesdienste.

Nach den Fragestellungen des Neuen Testamentes gestaltete am Vormittag der Kirchenchor Con Tigo, gemeinsam mit vier Gesangssolisten, musikalische Zeitfragen unter der Leitung von Ulrich Zeitler.

Dazu fand ebenfalls ein Kindergottesdienst mit dem Thema «Gottes Haus lebt» statt. Anschliessend feierten die Anwesenden bei einem Imbiss das Jubiläum. Aus der Ideensammlung des Pfarreirates Buchs-Grabs entwickelte sich ein Projekt, das am vergangenen Sonntag umgesetzt wurde. Dabei gestalteten sie die Skulpturen – mit Hilfe von Bildhauer Bernhard Keller – an den Parkplatzinseln fertig.

Chor ist heute wichtiger

Den Abschluss des Festes bildete am Abend eine musikalische Vesper mit Solisten, Kirchenchor, Con Tigo und grossem Orchester mit Werken von Franz Schubert. Der Pfarrer Erich Guntli hielt eine kurze Ansprache über den Festanlass und die Liturgie des Gottesdienstes und deren Entwicklung bis heute. Dass die Messen früher nur den Priestern vorbehalten waren und der Chor dabei nur nebensächlich war, wogegen heute genau dieser den zentralen Teil einer Messe bilde. Darüber hinaus verlor er noch einige Worte über das Konzil der katholischen Kirche. Ein Quartett, bestehend aus drei Violinen und einem Cello, spielte den Quartettsatz c-Moll von Franz Schubert aus dem Jahr 1820. Dieses Stück zählt zu den vielen unvollendeten Werken Schuberts. Vom zweiten Satz existieren nur wenige Takte, der Rest fehlt komplett. Die Zerrissenheit des Komponisten widerspiegelt sich darin: aufgewühlte Bewegungen, ein sehnsuchtsvolles Thema der Violine schien auf, dramatische Ausbrüche laufen ins Leere. Der Plan des Künstlers scheint unharmonisch zu sein für den Zuhörer. Die Besucher des Abends lauschten aufmerksam den Streichinstrumenten.

Weiter ging der Abend mit dem Orchester und der Messe in F-Dur, welche Schubert mit 17 Jahren erschuf. Diese präsentierte er erstmals am 100-Jahr-Jubiläum der Kirche seines Geburtsortes. Passend zum Anlass der Herz-Jesu-Kirche führten das Orchester und die Chorsänger dieses Stück unter der Leitung von Ulrich Zeitler auf. Ein gewaltiger Chor und ein stimmungsvolles Orchester gaben das Stück zum Besten. Die Solisten begeisterten im Sopran, Tenor, Alt und Bass. Das Publikum war hingerissen und reagierte zum Schluss mit einem Beifallssturm. Das gespendete Geld der Kollekte kommt den Flüchtlingen der Kriegsländer Syrien und Irak zugute.

Bau erinnert an Aufbruch

Die Herz-Jesu-Kirche entwarf Justus Dahinden. Die Skulpturen stammen von Albert Wider. Im Dezember 1965, als das Ende des II. Vatikanischen Konzils Optimismus auslöste, wurde die Kirche eingeweiht. Der Bau erinnert an die Aufbruchstimmung der damaligen Zeit.