5. Rang für Equipe am Heimturnier

Am Wochenende organisierte der Reitverein Werdenberg in der Kohlau die OKV-Vereinsmeisterschaft und Military- Prüfungen. Den Einheimischen gelangen einige gute Ritte, die Equipe beendete den Teamwettkampf auf dem 5. Rang.

Corinne Hanselmann
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Fabienne Curiger aus Sennwald erreichte mit Nike am Samstag den guten 3. Rang im B1 und am Sonntag mit der Equipe den 5. Schlussrang. (Bild: Corinne Hanselmann)

Fabienne Curiger aus Sennwald erreichte mit Nike am Samstag den guten 3. Rang im B1 und am Sonntag mit der Equipe den 5. Schlussrang. (Bild: Corinne Hanselmann)

WEITE. Es blieb spannend bis zum Schluss: Mit nur gerade 0,1 Punkt Vorsprung ging der Sieg in der OKV-Vereinsmeisterschaft an die Reitgesellschaft Thayngen. Hans Lenhard und das Familien-Trio Dominique, Andrina und Alexandra Suter überzeugten von Anfang bis Schluss und holten Gold vor den Reitvereinen Wetzikon und Gossau, die jeweils für die Vereinsmeisterschaft zusammenspannen und letztes Jahr gewannen.

Werdenberger starteten gut

Bei der Vereinsmeisterschaft des Verbandes Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine teilen jeweils vier Reiter eines Vereins sechs Teilprüfungen in den Disziplinen Dressur, Gelände und Springen unter sich auf. 2013 holte die Werdenberger Equipe Gold in diesem Teamwettkampf. Auch dieses Jahr starteten sie gut: Nadine Schwendener (Grabs) erzielte mit Schmuckstück in der Dressur GA 07 das drittbeste Ergebnis und bekam lediglich 49,1 Strafpunkte dafür. Fabienne Schadegg (Salez) zeigte mit Cara Mia in der Dressur CC B1 ebenfalls eine solide Leistung mit dem 12. Rang und 57,9 Punkten. Damit belegten die Werdenberger nach der ersten Disziplin den dritten Zwischenrang von 30 Equipen.

Als nächstes startete Fabienne Curiger (Sennwald) mit Nike auf die leichtere Geländestrecke. Ihr gelang eine gute Runde. Sie überschritt die Idealzeit um nur eine Sekunde, was 0,4 Strafpunkte einbrachte. Für das schwierigere Gelände ging Bettina Schlegel (Weite) mit Rabbitsfield Rose Abbey an den Start. Das Paar meisterte die Aufgabe gut und kam drei Sekunden nach der Idealzeit ins Ziel. Das bedeutete Rang 4 in dieser Einzeldisziplin und brachte 1,2 Fehlerpunkte aufs Konto der Equipe. Nach wie vor bedeutete dies Rang 3 im Zwischenklassement. Thayngen führte, Wetzikon/Gossau belegte Rang 2.

Alles entscheidendes Springen

Nach einer kurzen Mittagspause stand das alles entscheidende Springen an. Auch der RV Werdenberg hatte zu diesem Zeitpunkt noch intakte Chancen für eine Medaille. Doch Bettina Schlegel musste mit Rabbitsfield Rose Abbey zwei Abwürfe hinnehmen. Dadurch wurden die Werdenberger vom Verein Elgger Pferdefreunde überholt, welcher in beiden Springen fehlerfrei blieb.

Im RII-Springen ging es schliesslich um den Sieg und die Reiter starteten der Spannung wegen in umgekehrter Reihenfolge der Zwischenrangliste. Die erste Springreiterin von Wetzikon/Gossau kassierte acht Fehler, was die Thaynger Schlussreiterin Alexandra Suter in eine komfortable Ausgangslage brachte: Sie hätte sich zwei Fehler leisten dürfen, und der Sieg hätte ihnen immer noch gehört. Aber sie machte es spannend, denn tatsächlich fielen bald schon zwei Stangen ins Gras. Die Zuschauer hielten den Atem an und fieberten mit. Konzentriert ritt Suter weiter. Nach dem letzten Sprung war der Jubel gross, denn nun stand der Sieg für Thayngen fest.

Die Schlussreiterin des RV Werdenberg, Fabienne Schadegg, patzte am allerletzten Sprung, wodurch die Equipe noch auf Platz 5 zurückfiel. Die Enttäuschung der zahlreichen Zuschauer war zu spüren. Doch haben die Werdenberger mit dem 5. Rang von 30 Equipen eine gute Plazierung erreicht.

Zwei Top-Ten-Plätze am Samstag

Als Zuschauer konnte man die Reiter fast auf der ganzen weitläufigen Geländestrecke auf der Kohlau verfolgen und mitfiebern. Viele Reiter wurden von ihren «Fanclubs» lautstark angefeuert. OK-Präsident Paul Schlegel amtete zusätzlich als Gelände-Parcoursbauer.

Am Samstag gingen bereits die Prüfungen B1 und B2 über die Bühne. Eveline Bodenmüller (Hettlingen) entschied beide Prüfungen für sich. Auch zwei Reiterinnen des RV Werdenberg vermochten sich zu behaupten: Fabienne Curiger schaffte es mit Nike auf den 3. Rang von 28 Teilnehmern im B1. Bettina Schlegel ritt mit Power Ed auf den 7. Rang im B2 und mit ihrem zweiten Pferd auf den 20. Rang von 40 Gestarteten. Hanna Gasser schied im B1 im Gelände leider aus.

«Die Helfer sind Gold wert»

«Im Einsatz waren rund 120 Helfer», so Hansjürg Senn, Präsident des Reitvereins Werdenberg. Ein Grossteil davon seien Mitglieder. Einzig die Hindernis-Kommissäre, die bei jedem der Sprünge auf der Kohlau stehen und zum Rechten schauen, seien eine eingespielte Gruppe aus Weite und Umgebung, die jedes Mal beim Anlass mithelfe. «Das ist natürlich Gold wert», so Senn.