358 haben unterschrieben

Das Referendum gegen die geplante Strassenraumgestaltung in Sevelen steht. So wird im Juni die Bürgerschaft über den Gemeindebeitrag von 1,287 Millionen Franken abstimmen können.

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Gemeinderatsschreiberin Claire Angehrn nimmt die Unterschriften von Hans Engler, Fred Tischhauser und Christian Giger (von links) entgegen. (Bild: Heini Schwendener)

Gemeinderatsschreiberin Claire Angehrn nimmt die Unterschriften von Hans Engler, Fred Tischhauser und Christian Giger (von links) entgegen. (Bild: Heini Schwendener)

SEVELEN. Gestern morgen konnte Fred Tischhauser, Initiant des Referendums gegen die erste Etappe der Strassenraumgestaltung, zusammen mit Hans Engler und Christian Giger die 358 Unterschriften auf der Gemeindekanzlei abgeben. In Empfang nahm sie Gemeinderatsschreiberin Claire Angehrn.

Für das Zustandekommen des Referendums waren 150 Unterschriften gefordert. «Wir hatten nur gut eine Woche Zeit, die Unterschriften zusammenzubringen. Dabei haben wir gemerkt, dass das Projekt bei der Bevölkerung auf grosse Ablehnung stösst. Nur wenige stehen auf der Seite des Gemeinderates», sagte Fred Tischhauser dem W&O. Er glaubt deshalb auch, dass «das Projekt in der Abstimmung hochkant unterliegt». Bei der Unterschriftensammlung haben etwa 15 Leute mitgeholfen. Hans Engler ist froh, dass das Referendum nun steht: «Damit wird eine breitere Diskussion in der Bürgerschaft – ganz im Sinne des Strassengesetzes – überhaupt erst ermöglicht.» Kritisiert wird nämlich allenthalben, dass der Gemeinderat nie zeitnah über das Vorhaben informiert habe.

Abstimmung am 14. Juni

Wie Claire Angehrn erklärte, werde am kommenden Dienstag mit einem Inserat das Zustandekommen des Referendums und der voraussichtliche Abstimmungstermin 14. Juni bestätigt.

Anteil von 1,278 Millionen

Bei der geplanten Strassenraumgestaltung geht es konkret um den Beitrag der Gemeinde von 1,287 Millionen Franken. Die Gesamtkosten dieser Etappe belaufen sich laut Kostenvoranschlag des Kantons, der als Bauherr für das Projekt zuständig ist, auf 3,4 Millionen Franken.

Kanton und Gemeinde möchten die Kantonsstrasse zwischen der geplanten, verlegten Schildstrasse und der Arinstrasse neu gestalten, um einerseits das Ortsbild aufzuwerten. Wichtiger aber ist wohl, dass durch die Abtrennung von Trottoir und Strasse mit einem Grünstreifen die Sicherheit der Fussgänger verbessert werden soll. Für Radfahrer soll neu beidseitig ein 1,2 Meter breiter Radstreifen errichtet werden.

Rad- und Gehweg abtrennen

Fred Tischhauser hatte in einem Leserbrief stattdessen einen abgetrennten Rad- und Gehweg vorgeschlagen. So könnten die schwächeren Verkehrsteilnehmer besser geschützt werden als mit dem aufgelegten Projekt. Zudem wären die Kosten für die Gemeinde sicher 500 000 Franken günstiger. Der Kreisel Schildstrasse könne auch losgelöst von diesem Projekt gebaut werden. (ht/she)

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