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30 Strafbefehle wegen Cannabis-Anbau

Razzien der Kantonspolizei im Toggenburg in den Jahren 2013 und 2014 führten zu Strafuntersuchungen gegen zahlreiche Personen. Mittlerweile sind laut Auskunft der Staatsanwaltschaft alle ausgesprochenen Strafbefehle rechtsgültig.
Martin Knoepfel

TOGGENBURG. Zwischen dem Frühling 2013 und dem Juli 2014 hat die Kantonspolizei im Raum Wattwil/Ebnat-Kappel 27 Hanfanlagen entdeckt. Das teilte die Medienstelle der Kantonspolizei am 15. Juli 2014 mit (Bericht in dieser Zeitung). 3000 Cannabispflanzen, mehr als 12 Kilogramm Marihuana und 1,4 Kilogramm Haschisch seien sichergestellt worden. Dazu kamen mehr als 41 000 Franken Bargeld.

Die Drogen wären mehr als 150 000 Franken wert gewesen. Vier Personen seien verhaftet worden. Gegen sie und gegen weitere 27 Personen seien Strafverfahren eröffnet worden, hiess es weiter in der Medienmitteilung der St. Galler Kantonspolizei. Mittlerweile habe die Staatsanwaltschaft gegen 30 Personen Strafbefehle erlassen. Sämtliche Strafbefehle seien rechtskräftig, teilte der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft, Roman Dobler, auf Anfrage mit.

Eine bedingte Freiheitsstrafe

In einem Fall habe man wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes eine bedingte Freiheitsstrafe und eine Busse verhängt. Wegen mehrfacher Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes seien sodann in 13 Fällen Geldstrafen und Bussen verhängt worden, antwortete Dobler.

Geldstrafe und Busse

In einem Fall erhielt eine Person wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Geldstrafe und eine Busse. Dazu kommt ein Fall, in welchem wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes und weiterer Delikte eine Busse ausgesprochen wurde. In sechs Fällen seien Personen wegen Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes zu Bussen verurteilt worden, hiess es weiter. Zur Höhe der Freiheitsstrafen, der Geldstrafen und der Bussen äusserte sich Dobler nicht.

Fall noch nicht entschieden

Im Mai 2014 hob die Kantonspolizei eine Hanf-Indooranlage mit mehr als 120 Hanfpflanzen in einer Dachwohnung in Bazenheid aus. Die Betreiber, eine Frau und ein Mann aus der Schweiz, müssen sich unter anderem wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz noch vor dem Kreisgericht verantworten. Gegen beide wurde laut Dobler Anklage im abgekürzten Verfahren erhoben. Die Gerichtsverhandlung hat noch nicht stattgefunden. Im abgekürzten Verfahren handeln Staatsanwalt und Verteidiger das Strafmass aus. Das Gericht kann diese Abmachung jedoch zurückweisen und ein ordentliches Verfahren anordnen, wenn es findet, dass die Voraussetzungen für das abgekürzte Verfahren nicht erfüllt sind.

Angeklagte müssen zustimmen

Das abgekürzte Verfahren ist nur möglich, wenn die Angeklagten dem zustimmen. Weiter ist es nötig, dass die Angeklagten die Darstellung des Sachverhalts in der Anklageschrift akzeptieren und die Zivilforderungen grundsätzlich anerkennen.

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