28 000 Franken für das «Tüftel-Atelier»

Die Gruppe «Solidarität für eine Welt Grabs-Buchs-Sevelen» konnte kürzlich den Erlös aus der Aktion 2013 für den Rohbau des Bildungszentrums in Ait Bouguemez in Marokko überweisen. Der Aushub ist bereits im Gange.

Hanspeter Thurnherr
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Auch Frauen und Kinder legen beim Aushub fleissig Hand an. (Bild: pd)

Auch Frauen und Kinder legen beim Aushub fleissig Hand an. (Bild: pd)

REGION. An ihrer Schlusssitzung zum Aktionsjahr 2013 konnte die Gruppe von einem erfreulich hohen Eingang an Spenden für das Projekt in Marokko Kenntnis nehmen. Knapp 28 000 Franken kamen zusammen, so dass die Gruppe diesen Betrag leicht aufgerundet überweisen konnte. Das Geld wird im Hohen Atlas für den Bau eines «Tüftel-Ateliers» für Jugendliche in der Art des Buchser «Brütwerks» eingesetzt. Das fertige Gebäude wird aber auch als Bildungszentrum für Erwachsene genutzt.

«Improvisation, kreatives Handeln, Ideenreichtum, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sind wichtige Basiskompetenzen für ein verantwortliches und selbstbestimmtes Handeln der Menschen im Alltag – gerade in Schwellenländern», verdeutlicht Veronika Müller, Schulleiterin der Buchser Scuola Vivante, im Gespräch mit dem W&O.

Auch für Frauenbildung nutzen

Mit deren Lehrkräften und Schülern hat «Solidarität für eine Welt» dieses Jahr beim Projekt eng zusammengearbeitet. Mit dem Geld wird der Rohbau für das «Tüftelatelier» finanziert. Die Bildungsstätte soll auch ein Treffpunkt für die Frauen sein, um sich über alltägliche Fragen auszutauschen und um ihnen Unterstützung beim Aufbau von Kleinunternehmen zu bieten.

Der Bau wird in traditioneller Lehmbauweise unter Einbezug neuer ökologischer Erkenntnisse realisiert. Lokale Baumaterialien und die Berücksichtigung natürlicher Ressourcen und Energien werden ein Gebäude mit Vorbildfunktionen entstehen lassen und so neue Anstösse für den traditionellen Stampflehmbau geben. Für den weiteren Ausbau sammelt die Scuola Vivante weiterhin Spenden. Denn für das gesamte Bauprojekt wird mit Kosten von rund 70 000 Franken gerechnet.

Grosse Freude in Marokko

Die Meldung über den hohen Spendenbeitrag hat in Marokko eine riesige Freude ausgelöst. So schreibt Stefanie Tapal unter anderem: «Die Neuigkeit über die grosse Zuwendung hat uns in Jubel versetzt und neuen Ansporn gegeben, die geplanten Projekte, namentlich die Freizeitateliers, in Bälde in die Tat umzusetzen.» Die aus Deutschland stammende Frau lebt mit ihrem marokkanischen Mann seit mehreren Jahren in der Berbergemeinschaft und initiierte das Projekt.

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