112 Gesuche aus der Ostschweiz

BERN. Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen («Verdingkinder») haben bis Ende letzten Monats über kantonale Anlaufstellen beim zuständigen Runden Tisch Gesuche für Soforthilfe einreichen können. Insgesamt 1300 Personen machten davon Gebrauch – deren 112 aus den vier Ostschweizer Kantonen.

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BERN. Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen («Verdingkinder») haben bis Ende letzten Monats über kantonale Anlaufstellen beim zuständigen Runden Tisch Gesuche für Soforthilfe einreichen können. Insgesamt 1300 Personen machten davon Gebrauch – deren 112 aus den vier Ostschweizer Kantonen. Das sagte Luzius Mader, der Delegierte für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, gestern auf Nachfrage. Von den 1300 Gesuchen sind bereits 737 bearbeitet. 600 konnten positiv beurteilt und zur Auszahlung an die Glückskette weitergeleitet werden. Insgesamt sind bisher rund 4,6 Millionen Franken ausbezahlt – im Durchschnitt knapp 8000 Franken pro Person.

138 Gesuche sind abschlägig beantwortet worden. Dies ist geschehen, weil die Opfereigenschaft oder eine finanzielle Notlage des Gesuchstellers nicht gegeben war oder nicht ausreichend aufgezeigt wurde.

Von 112 Gesuchen aus den vier Kantonen der Ostschweiz sind inzwischen 64 ausbezahlt und 6 abgelehnt worden. Bei 42 Gesuchen steht ein Entscheid noch aus. (cla) ? SCHWEIZ 17

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