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Kreuzung zu gefährlich? Wiese zu schön zum Überbauen? – hier können Sie lokale Petitionen starten

Passen Ihnen gewisse Entwicklungen in Ihrer Gemeinde nicht? Haben Sie einen Vorschlag, wie das Leben Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger besser werden könnte? Auf petitio.ch haben Sie die Möglichkeit, online Unterschriften für Ihre Anliegen zu sammeln – und die Welt zumindest im Kleinen zu verändern.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Auf petitio.ch kann jede und jeder eine Petition für seine Region lancieren, ohne Teil einer Organisation sein zu müssen.
  • Wenn Sie Ihre Petition erstellt haben, teilen Sie sie mit anderen, um Ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen. Jede Petition kann während 30 Tagen unterstützt werden.
  • Sobald Ihre Petition die benötigte Anzahl Unterstützer für die jeweilige Stadt oder Gemeinde erreicht hat, starten wir den offiziellen Prozess und schicken einen Brief an die Verantwortlichen bei der Gemeinde.

(rem/dwa) Mehr blaue Parkplätze im Quartier, ein Jugendtreff im Dorf oder der gefährlich rutschige Fussweg nebenan: Jeder kennt solche Themen, die praktisch vor der Haustür liegen. Man möchte sie zwar gerne einbringen und redet mit der Nachbarin oder den Kollegen darüber, die es genauso sehen. Passieren tut dann aber oft nichts. Denn damit gleich zur Gemeinde laufen oder sogar an der nächsten Gemeindeversammlung einen Antrag stellen, das wollen nur wenige.

Neu bieten das «St.Galler Tagblatt» und dessen regionale Ausgaben eine niederschwellige Möglichkeit, sich für genau solche lokalen Anliegen unkompliziert einzusetzen: die digitale Plattform petitio.ch, speziell für lokale Bedürfnisse konzipiert. Jeder, der eine konkrete Veränderung in seiner Stadt oder Gemeinde lancieren und vorantreiben will, kann das Anliegen auf petitio.ch bekannt machen und Unterstützer dafür gewinnen.

Die 14 wichtigsten Fragen und Antworten zu petitio.ch

Für welche Art von Anliegen ist petitio.ch vorgesehen?

Petitio.ch ist eine Plattform für lokale Themen. Die Petition muss einen Lokalbezug haben und einer Gemeinde als Adressatin zugeteilt werden können. In der Ostschweiz sind alle Gemeinden freigeschaltet, die vom «St.Galler Tagblatt» und dessen Regionalausgaben abgedeckt werden.

Wer kann auf petitio.ch eine Petition lancieren?

Grundsätzlich alle Personen, die in der Schweiz wohnhaft sind.

Können auch Organisationen eine Petition lancieren?

Hinter einer Petition muss immer eine Einzelperson mit Namen und Adresse stehen. Selbstverständlich kann der Petitionär aber auch einer Organisation angehören und dort Stimmen sammeln – das ist nicht verboten.

Was muss ich tun, um eine Petition zu lancieren?

Klicken Sie auf petitio.ch das Feld «Petition starten» an und folgen Sie dann der Anleitung. Es geht ganz einfach und schnell: Formulieren Sie Ihr Anliegen und die vorgeschlagene Lösung in wenigen Worten. Nach Bedarf können Sie auch ein Bild sowie einen Link zum Thema hochladen. Geben Sie Ihre persönliche Koordinaten an, und schicken Sie die Petition dann ab.

Werden die Petitionen vor der Veröffentlichung geprüft?

Ja. Sobald ein Petitionär seine Petition abgeschickt hat, wird sie von der Redaktion auf die üblichen Grundstandards (keine Diskriminierungen, Persönlichkeitsverletzungen etc.) geprüft.

Wie kann ich Stimmen für eine Petition sammeln?

Einerseits direkt über die Website petitio.ch, wo alle Leserinnen und Leser eine Petition unterstützen können. Anderseits kann jeder, der eine Petition lanciert, diese über Facebook, Twitter und E-Mail verbreiten oder auf einer eigenen Website einbinden. Die entsprechenden Links werden direkt in der Petition zur Verfügung gestellt.

Muss ich in der betroffenen Gemeinde wohnen, um eine Petition unterstützen zu dürfen?

Nein. Wie bei einer Petition, die mit Unterschriftenbögen Stimmen sammelt, kann jeder in der Schweiz wohnhafte Bürger eine Petition unterstützen. Wie der Petitionär muss man seine Kontaktdaten angeben.

Warum muss man bei der Lancierung und Unterstützung einer Petition auch die Handynummer angeben?

Um Missbrauch vorzubeugen. Über die Handynummer wird via SMS ein Code verschickt, mit dem man sich dann einloggen kann.

Wie es zur Gründung von petitio.ch kam und wer dahinter steht

Hinter petitio.ch steht CH Media, zu der auch dieses Onlineportal sowie das «St.Galler Tagblatt» und dessen Regionalausgaben gehören. Entstanden ist das Projekt 2016 in der Nordwestschweiz. Im Zentrum stand die Frage: Wie können wir es Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, sich am lokalen Geschehen zu beteiligen und ihre Anliegen wirksam einzubringen? Und wie können wir als Regionalzeitung dabei zielführend helfen? Die Antwort ist die Petitionsplattform petitio.ch.

Die Petition als demokratisches Instrument, sich Gehör zu verschaffen, ist natürlich nicht neu. Bisher machte man das vorab auf der Strasse mit Unterschriftenbögen und dem Ansprechen von Passantinnen und Passanten. Doch das ist nicht jedermanns Sache, auch nicht sehr effizient, und gerade in Zeiten der Coronapandemie ein schwieriges Unterfangen.

Mit der Petitionsplattform petitio.ch ist das alles viel einfacher. Jede und jeder kann am Computer oder sogar vom Handy aus ein Anliegen formulieren, aufschalten und beginnen, digital Stimmen zu sammeln.

Es gibt zwar schon die eine oder andere Petitionswebsite. Aber wer sein Anliegen über petitio.ch lanciert, hat zwei Vorteile: Unsere Plattform ist auf unsere lokalen Themen in der Region massgeschneidert. Jede Gemeinde, die vom «St.Galler Tagblatt» und dessen Regionalausgaben abgedeckt wird, ist auf petitio.ch programmiert und mit den zuständigen Behörden als Adressaten hinterlegt.

Und noch wichtiger: Mit unserer Zeitung als Partnerin von petitio.ch verleihen wir dem lancierten Anliegen Nachdruck. Dies, indem wir sicherstellen, dass die Petition ab einer gewissen Anzahl Unterstützer mit einem formalen Brief an die Gemeinde gelangt, verbunden mit dem Aufruf, sie solle die Petition gleich auf petitio.ch beantworten. Und natürlich berichtet die Zeitung bei Bedarf über die diversen Petitionen in ihrer Region.

Welche Browser werden von der Website petitio.ch unterstützt?

Die Website petitio.ch wurde mit allen aktuellen Mobile- und Desktop-Browser-Versionen von Mozilla Firefox, Google Chrome und Apple Safari getestet. Microsoft Internet Explorer wird ab den Versionen 10 und aufwärts unterstützt.

Was kann ich als Petitionär tun, wenn ich einen Fehler gemacht habe?

Solange die Petition nicht abgeschickt ist, können Sie sie jederzeit selber korrigieren. Von der Redaktion einmal freigegeben, kann an der Petition nichts mehr geändert werden. Dann müsste man sie bei Bedarf neu aufsetzen.

Wann gilt eine Petition als erfolgreich?

Eine Petition muss innert 30 Tagen eine bestimmte Anzahl Stimmen gesammelt haben. Für kleine Gemeinden (bis 1000 Einwohner) sind dies 50 Stimmen, für mittlere Gemeinden (bis 5000 Einwohner) 100 Stimmen und für grosse Gemeinden (über 5000 Einwohner) 200 Stimmen.

Was passiert mit einer Petition, die genügend Stimmen hat?

Nach Ablauf der Frist von 30 Tagen wechselt die «laufende Petition» auf der Plattform automatisch in die Kategorie «erfolgreiche Petitionen». Gleichzeitig löst die Redaktion einen Brief an den zuständigen Gemeinde- beziehungsweise Stadtpräsidenten aus mit der Bitte, die Petition innert 30 Tagen auf der Petitionsplattform zu beantworten.

Was geschieht mit Petitionen, welche nicht genügend Unterstützer finden?

Auf petitio.ch werden sie nach Ablauf der 30 Tage archiviert und sind weiterhin abrufbar. Petitionäre können nach Bedarf jederzeit einen neuen Anlauf starten und eine neue Petition lancieren.

Welche Rolle spielt unsere Zeitung bei petitio.ch?

Das «St.Galler Tagblatt» sowie dessen regionale Ausgaben treten als Partnerin von petitio.ch auf. Die Redaktion prüft die Petitionen auf ihre Rechtmässigkeit, stellt die Übergabe an die Behörden sicher und berichtet nach Bedarf über die Petitionen in der Zeitung und auf der Website.

www.petitio.ch