Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wer selber arbeitet, ist selber schuld

Silvan Lüchinger

In der Primarschule Braunau ist es eng. So eng, dass die Bibliothek im Luftschutzkeller untergebracht ist und der Schulleiter in Bürogemeinschaft mit der Heilpädagogik lebt. Doch die Braunauer Schulbürger sind fest entschlossen, Abhilfe zu schaffen. Für 600000 Franken werden zwei Wohnungen im Kindergartengebäude in Schulraum umgewandelt. Im Bereich Hygiene/Körperpflege/Gerüche haben sich die Schulbürger zudem für einen Sondereffort entschieden. Die Turnlehrerinnen erhalten eine Dusche.

Das Ausserrhoder Veterinäramt hat nach einer Hofräumung 70 Hühner schlachten lassen. Der Kantonstierarzt rechtfertigt das Vorgehen: Die Tiere hätten Schnupfensymptome gezeigt. Der Anwalt des Bauern findet das skandalös. Die Hühner seien bei der Hofräumung gesund gewesen und erst unter der Obhut des Kantonstierarztes krank geworden. Bis das Obergericht entschieden hat, ist daher zweierlei zu beachten: Im Büro des Kantonstierarztes dürfen keine Hühner gehalten werden. Wer im Ausserrhodischen verschnupft ist, zieht besser den Kopf ein.

Mitten unter der Woche hat die St. Galler Stadtpolizei eine lärmige Studentenparty aufgelöst. Dabei flogen wüste Schimpfworte und Flaschen. Volle Blasen wurden am Strassenrand entleert und zur Vermeidung gröberer Schäden mussten Polizisten den grölenden Haufen bis in die Innenstadt begleiten. «Dummheit frisst, Intelligenz säuft», weiss ein Sprichwort. Manchmal tut Dummheit auch beides.

Von den 25 Mitgliedern des Liechtensteiner Landtags sind derzeit nur drei Frauen. Das niederschmetternde Wahlergebnis führte zur Gründung des Vereins «Hoi Quote». Der Landtag hat dessen Petition zur Verbesserung der Wahlchancen von Frauen entgegengenommen und an die Regierung überwiesen. Auf die Frage, was nun geschieht, hat Regierungschef Adrian Hasler eine klare Antwort: «Die Petition hat null Relevanz.» Womit die Liechtensteiner Frauen wenigstens wissen, was sie wert sind.

Bei einer Kontrolle sind in einem Hundwiler Restaurant zwei Schwarzarbeiter aufgeflogen. Drei waren es auf einer Baustelle in Oberegg. Polizei und Arbeitsinspektorate klären nun im Auftrag der Kantonsregierungen ab, ob im Appenzellerland überhaupt noch Einheimische einer Erwerbsarbeit nachgehen.

Kaum hat die Olma geschlossen,öffnet die Fest- und Hochzeitsmesse. Taft und Tüll gibt es da, Ideen für Blumenschmuck, Ringe und Hochsteckfrisuren. Dazu passt, dass der Bundesrat die bisherige Wartefrist von zehn Tagen zwischen Ehevorbereitung und Trauung abschaffen will. Sobald das Zivilstandsamt seine Abklärungen getroffen hat, kann geheiratet werden. Da wird dann halt manch eine erst nachher merken, wen sie sich an der Olma schöngetrunken hat.

«Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat» heisst das zehnte Gebot. Das gilt auch für die Daten. Daher dürfen Zivilstandsereignisse nicht mehr einfach so veröffentlicht werden. Weil das Interesse daran aber gross ist, hat Ausserrhoden einen Ausweg gefunden. «Eine Publikation von Geburten, Trauungen, Eintragung von Partnerschaften und Todesfällen ist mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung der Betroffenen wieder möglich», schreibt die Kantonskanzlei. Im Detail zu regeln ist noch, wie das schriftliche Einverständnis von Toten eingeholt wird.

Silvan Lüchinger

silvan.luechinger

@tagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.