«Wer sagt mir, was ich nötig habe?»

ST. GALLEN. Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche wendet sich jeweils zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag mit dem Bettagsmandat an die Öffentlichkeit. Teilweise wird das Mandat an den Gottesdiensten vorgelesen, teilweise als Karte abgegeben.

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ST. GALLEN. Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche wendet sich jeweils zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag mit dem Bettagsmandat an die Öffentlichkeit. Teilweise wird das Mandat an den Gottesdiensten vorgelesen, teilweise als Karte abgegeben. In diesem Jahr lädt der Rat ein, darüber nachzudenken, was Menschen zum Leben brauchen und wie sie mit Überfluss umgehen.

«Wer sagt mir, was ich nötig habe? Meine Lebensumstände? Meine Wünsche? Meine Freunde, die etwas mehr haben?», fragt Kirchenrat Urs Noser zu Beginn des Bettagsmandates. Viele hätten mehr als genug, doch anderen mangle es gleichzeitig am Nötigsten. Anders sei dies während der Wüstenwanderung des Volkes Israel gewesen, führt Noser aus. Obwohl die Umstände unwirtlich waren, habe Gott darauf geachtet, dass alle genug hatten. «So viel du brauchst», heisst es dazu in der Bibel. So sei der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag Gelegenheit zu danken, «für all das, was wir haben», schreibt Noser. Gleichzeitig lade er dazu ein «betend und handelnd dafür einzustehen, dass alle Menschen so viel bekommen, wie sie brauchen». (ack)

Das Bettagsmandat ist abrufbar unter www.ref-sg.ch