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Wer profitiert im Kanton St.Gallen eigentlich von den Beiträgen aus dem Lotteriefonds?   

Zweimal pro Jahr schüttet das St. Galler Kantonsparlament die Beiträge
aus dem Lotteriefonds aus. Gestern war es wieder so weit. Wer kommt in die Kränze? Und wie funktioniert der Lotteriefonds? Die wichtigsten Zahlen und Fakten.
Andri Rostetter, Regula Weik
Die Sammlung Mina und Josef John konnte vor ein paar Jahren dank Beiträgen des Lotteriefonds und der Stadt St.Gallen fürs Museum im Lagerhaus angekauft werden. (Bild: Ralph Ribi)

Die Sammlung Mina und Josef John konnte vor ein paar Jahren dank Beiträgen des Lotteriefonds und der Stadt St.Gallen fürs Museum im Lagerhaus angekauft werden. (Bild: Ralph Ribi)

Kultur, Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit: Projekten aus diesen Bereichen kommen die Mittel des Lotteriefonds zugute; die Gelder sind generell für gemeinnützige Vorhaben gedacht. Im Verlaufe der Jahre sollen «verschiedene Interessen und alle Regionen des Kantons angemessen zum Zuge kommen», schreibt die Regierung in ihrem Bericht ans Parlament.

Gibt es Institutionen, die regelmässig unterstützt werden?

Der Kanton unterstützt, zusammen mit den Gemeinden, Städten und Regionen, zahlreiche Kulturinstitutionen mit jährlich wiederkehrenden Beiträgen an die Betriebskosten. So erhält die Genossenschaft Konzert und Theater St. Gallen im laufenden Jahr insgesamt knapp 20 Millionen Franken vom Kanton; davon werden 7,97 Millionen oder 40 Prozent dem Lotteriefonds belastet, 60 Prozent gehen zu Lasten des ordentlichen Staatshaushalts. Über 110 weitere Institutionen in der Region unterstützt der Kanton mit 5,4 Millionen Franken; auch davon wird ein grosser Teil, nämlich 3,9 Millionen, dem Lotteriefonds belastet.

Gibt es Auflagen für die Gesuche?

Die Richtlinien für Kulturprojekte unterscheiden sich von jenen für Bildungs-, Gesundheits-, Umwelt- oder soziale Vorhaben. Eine Auflage müssen alle erfüllen: Sie müssen einen «angemessenen» Bezug zum Kanton St. Gallen haben. Dieser ist gegeben, wenn beispielsweise das Projekt ein st.-gallisches Thema behandelt, die Organisation ihren Sitz im Kanton hat oder die Hauptverantwortlichen hier wohnen oder eine langjährige Verbundenheit mit dem Kanton haben. Das Projekt muss eine gewisse Relevanz, Eigenständigkeit und Professionalität haben. Und es muss ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorliegen.

Wann können Gesuche eingereicht werden?

Gesuche können zweimal im Jahr eingereicht werden, bis 20. Februar oder dann bis 20. August. Den definitiven Entscheid fällt das Kantonsparlament im Juni respektive im November.

Wann wird das Geld verteilt?

Das Kantonsparlament debattiert und beschliesst zweimal im Jahr Lotteriefondsbeiträge. So auch am gestrigen zweiten Tag der Junisession. Dabei beschloss es, 65 Projekte, Programme und Grossvorhaben mit insgesamt 5,45 Millionen Franken zu unterstützen. Die Projekte und Beiträge waren alle unbestritten.

Wie kommt das Geld in den Lotteriefonds?

Der Kanton St. Gallen ist Mitträger der Schweizerischen Landeslotterie. Diese erzielte in den vergangenen fünf Jahren jeweils einen Gewinn von gut 340 Millionen Franken. Davon flossen jährlich ungefähr 26 Millionen Franken in den Kanton St. Gallen.

Haben die Kantone die Beiträge auf sicher?

Die Lotteriegewinne für die Kantone sind nicht gesichert, die Beiträge fix. Das zeigt sich aktuell: St. Gallen erhält dieses Jahr «nur» 20,4 Millionen Franken; der aktuelle Anteil des Kantons an der Gewinnausschüttung der Landeslotterie ist damit tiefer als in den Vorjahren.

Weshalb gibt es weniger Geld?

Es ist nicht so, dass die Gewinne der Landeslotterie massiv eingebrochen sind. Die Swisslos-Generalversammlung beschloss vielmehr, ihren Beitrag an Swiss Olympics um jährlich 15 Millionen zu erhöhen. Das bekommt auch der Kanton St. Gallen zu spüren: Er bekommt rund 700000 Franken weniger.

Wie viel Geld hat es noch im Fonds?

Aktuell liegen noch 5,92 Millionen Franken im Lotteriefonds; damit wird dann im Winter die zweite Tranche von Projekten unterstützt. Ende Jahr bleibt meistens etwas Geld im Fonds übrig; Ende 2018 waren es noch 2,77 Millionen gewesen.

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