«Wer hat unseren Vater und Ehemann gerettet?»: Familie sucht unbekannte Schutzengel per Facebook-Aufruf

Vor einer Woche brach ein Familienvater bei einem Wanderausflug zusammen. Herzinfarkt. Wanderer eilten zur Hilfe und führten Erste-Hilfe-Massnahmen durch. Per Facebook-Aufruf will die Familie die Lebensretter ausfindig machen, um ihnen persönlich zu danken.

Remo Künzler
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Eine Gruppe von Wanderern reanimierte den Familienvater.

Eine Gruppe von Wanderern reanimierte den Familienvater.

Bild: Getty Images

«Das ist eine Herzensangelegenheit wortwörtlich», schreibt Dominique Hauser auf Facebook. Vor einer Woche hätte sie beinahe ihren Vater aufgrund eines Herzinfarktes verloren. Ihre Eltern befanden sich auf einem Wanderausflug im Neuhüslertobel bei Eschenbach, als der 63-jährige Familienvater zusammenbrach. Unbekannte eilten zur Hilfe. Seit einigen Tagen werden jene Lebensretter nun gesucht.

Das Herz ihres Vaters sei stehen geblieben und die Lebensgefährtin habe sofort mit der Herzdruckmassage begonnen, schreibt Tochter Dominique weiter. Eine Gruppe von Wanderern, die mit Hunden unterwegs gewesen sei, habe die brenzlige Situation beobachtet und innert kürzester Zeit die Frau tatkräftig unterstützt. «Sie haben meine Mutter abgelöst, damit die den Notruf absetzen konnte», schildert Dominique Hauser im «Blick». Nach etwa sieben Minuten sei dann die Rega vor Ort gewesen.

Familie will sich persönlichem bedanken

«Ohne die Helfer wäre es wohl kritisch um ihn gestanden», ist Dominique Hauser überzeugt. Aus diesem Grund will die Familie den Lebensrettern persönlich danken. Doch: Sie kennen deren Namen nicht. Darum starteten die beiden Töchter und ihre Mutter den Facebook-Aufruf. «Wer sind die Menschen, die ihm einen zweiten Geburtstag geschenkt haben?», fragen die Angehörigen. Die Familie würde sich «aus tiefstem Herzen freuen, wenn sie sich melden », heisst es weiter.

Die Suchaktion erhält viel Aufmerksamkeit: Über 8000 Mal wurde der Facebook-Aufruf geteilt. Auch der «Blick» und «Radio Zürisee» beteiligen sich an der Suche. Mittlerweile ist ein Durchbruch gelungen: Gemäss Dominique Hauser wurden zwei von drei Helden gefunden. So soll bald ein persönliches Treffen folgen.

Familienvater geht es «eigentlich sehr gut»

Dem Familienvater gehe es «den Umständen entsprechend gut». Er könne demnächst in eine Rehaklinik wechseln. Die Tochter sagt: «Wir müssen noch schauen, dass nicht alles zu viel wird für ihn. Er braucht vor allem Ruhe und seine Familie. Aber körperlich geht es ihm eigentlich sehr gut.»

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